Dr. Christoph Trautmann wird sich wie schon auf der 11. Berliner Schimmelpilzkonferenz im März auch auf der 4. Münchener Schimmelpilzkonferenz mit der direkten Materialmikroskopie auseinandersetzen.
Dr. Christoph Trautmann wird sich wie schon auf der 11. Berliner Schimmelpilzkonferenz im März auch auf der 4. Münchener Schimmelpilzkonferenz mit der direkten Materialmikroskopie auseinandersetzen. (Quelle: B+B Bauen im Bestand)

Schimmelpilze

27. July 2022 | Teilen auf:

Schimmelpilzkonferenz: Nächster Halt München

Bereits zum vierten Mal ist die Schimmelpilzkonferenz in diesem Jahr nicht nur in Berlin, sondern auch in München zu Gast. Wie gewohnt bietet die Veranstaltung am 20. September den Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen umfassenden Überblick über aktuell relevante Aspekte der Diagnose, Sanierung und Vermeidung von Schimmelpilzbelastungen in Gebäuden für die berufliche Praxis.

Da die Teilnahme via Livestream 2021 sehr gut angenommen wurde, wird die Veranstaltung auch in diesem Jahr wieder hybrid angeboten. Sie können sich also sowohl vor Ort, im Holiday Inn München, oder aus dem Büro beziehungsweise dem Homeoffice heraus über den aktuellen Stand in Sachen Schimmelpilze informieren.

Der erste Referent der 4. Münchener Schimmelpilzkonferenz wird sich mit der Frage beschäftigen, ob die direkte Materialmikroskopie der neue Goldstandard der Diagnosetechniken ist. Dr. Christoph Trautmann, Geschäftsführer der Berliner Umweltmykologie GmbH tätig, beantwortet die Frage mit einem klaren Kommt-darauf-an. Zum Beispiel auf die Art der Oberfläche die untersucht werden soll. Eine detailliertere inhaltliche Auseinandersetzung mit seinem und anderen Beiträgen finden Sie in diesem Artikel über die 11. Berliner Schimmelpilzkonferenz im März – das Programm der beiden Schimmelpilzkonferenzen ist identisch. Anschließend beschäftigt sich Dipl.-Ing. Claus Händel mit der DIN 1946-6 und erläutert, wie die Norm dabei helfen könnte, nutzungsbedingten Schimmelbefall in Innenräumen zu verhindern.

UBA-Schimmelleitfaden: Dauerthema Nutzungsklassen

Die begleitende Fachschau bietet den Teilnehmern Gelegenheit, sich zu informieren und auszutauschen. (Quelle: B+B Bauen im Bestand)

Referent Stefan Betz, der unter anderem öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Schimmelpilze in Innenräumen ist, setzt sich mit den Nutzungsklassen im Schimmelleitfaden des Umweltbundesamts (UBA) auseinander. Er verdeutlicht, warum insbesondere die Abgrenzung von Räumen der Nutzungsklasse II (Räume, die „dauerhaft“ oder „nicht nur vorübergehend“ genutzt werden) und der Nutzungsklasse III („Nebenräume“, vor allem Garagen oder Keller, in denen man sich „nur gelegentlich“ aufhält) schwierig ist. Betz schlägt eine eindeutigere Formulierung vor: „Alle Räume, die in einem Raumluftverbund mit Räumen der NK II stehen, sind der NK II zuzuordnen.“ Auch zum Thema Abschottung wird Betz in München einiges sagen. Sein Fazit: Abschottungen seien eine absolute Sonderlösung und mit Risiken für Planer, Ausführende und Nutzer sowie erheblichem Mehraufwand verbunden. Die fachgerechte Entsorgung des Schadens werde zudem nur in die Zukunft verschoben.

In weiteren Vorträgen liefert Dipl.-Ing. Andrea Bonner, die seit vielen Jahren bei der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) im Bereich der Prävention tätig ist, Informationen über Asbest und andere Gefahrstoffe, die bei Schimmelpilzsanierungen freigesetzt werden können; berichtet Michael Steringer, geschäftsführender Gesellschafter der Steringer GmbH, wie sein Unternehmen den Laborbereich eines Perinatalzentrums während des laufenden Betriebs der darüberliegenden Intensivstationen saniert hat; betrachtet Dipl.-Min. Andreas Stache Schimmelschäden als Folge von Havarien und Flutkatastrophen; und kümmert sich zu guter Letzt Dipl.-Ing. Ekkehard Flohr mit einem „Blick über den Tellerrand“ um holzzerstörende Pilze und deren Bekämpfung. Weitere Informationen und Buchungs-Möglichkeiten finden Sie auf der Website unserer Schimmelpilzkonferenzen.

zuletzt editiert am 28.07.2022