Auf rund 69.000 Quadratmetern Freigelände und über 20.000 Quadratmetern Hallenfläche will die NordBau in diesem Jahr wieder die wichtigste Kompaktbaumesse im nördlichen Europa und dem gesamten Ostseeraum sein. Quelle: NordBau
Auf rund 69.000 Quadratmetern Freigelände und über 20.000 Quadratmetern Hallenfläche will die NordBau in diesem Jahr wieder die wichtigste Kompaktbaumesse im nördlichen Europa und dem gesamten Ostseeraum sein. Quelle: NordBau

Bautenschutz

15. July 2021 | Teilen auf:

Zuversicht bei der NordBau

Trotz zuletzt wieder leicht steigender Infektionszahlen ist man in Schleswig-Holstein optimistisch, dass die 66. NordBau in den Holstenhallen Neumünster vom 8. bis zum 12. September 2021 stattfinden kann.

Nach der erfreulichen Entwicklung der Pandemie bis Anfang Juli, sah sich Dirk Iwersen, Geschäftsführer der Holstenhallen Neumünster, schon Ende Mai in seinem Kurs bestätigt. Es sei richtig gewesen, „an den Vorbereitungen zur Durchführung festgehalten zu haben“, so Iwersen. Bauwirtschaft und Bauherren könnten sich auf Nordeuropas größte Kompaktmesse fürs Bauen freuen. Ähnlich sah es Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Günther: „Im September werden wir ein großes Stück mehr Normalität haben und deshalb wird auch wieder mehr möglich sein. Dies gilt auch für Veranstaltungen und Messen. Vielleicht noch mit einigen Hygiene- und Schutzmaßnahmen. Aber ich bin sehr zuversichtlich, wieder eine gewohnte NordBau mit vielen Ausstellern und Besuchern eröffnen zu können.“ Und obwohl die Infektionszahlen derzeit wieder moderat steigen, sieht es nicht so aus, als sollte sich an den Plänen etwas ändern.

Wie genau die Verhaltensregelen auf der NordBau aussehen werden, steht noch nicht fest. Doch so unbeschwert und dicht gedrängt wie auf diesem Bild von 2019 wird es 2021 wahrscheinlich nicht zugehen. Quelle: NordBau

Angesichts der rasant steigenden Preise sieht sich die NordBau auch als Vermittler zwischen den einzelnen am Bau beteiligten Gruppen, um „attraktives Bauen zu erschwinglichen Kosten“ möglich zu machen. So betont Dipl.-Ing. Architekt Dietmar Walberg, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen e.V. (ARGE), dass die aktuelle Situation bei der Entwicklung einzelner Materialpreise beim Bau zwar „ungut“ sei, aber kein Anlass für hysterische Reaktionen. „Mit guter Planung und Vorbereitung, Verwendung regionaler Baustoffe und Einschaltung von kompetenten Architektinnen und Planerinnen lässt sich vieles möglich machen. Am Stand der ARGE geben wir hierzu gerne Anregungen und Hinweise.”

Auch andere sehen in der NordBau eine gute Möglichkeit, in dieser schwierigen Situation Lösungen zu finden. So konstatiert Petra Memmler, Landesgeschäftsführerin des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), dass eine sichere und solide Planung angesichts des Preisanstiegs und der Lieferengpässe bei bestimmten Materialien erschwert sei. Aber sie sagt auch: „Aus diesem Grund kann die NordBau dazu beitragen, als Forum des direkten Austauschs zwischen Bauherren und Planern mit der Bauindustrie und dem Baugewerbe zu fungieren, um mögliche Lösungen oder Alternativen für betroffene Projekte zu finden.“

Womöglich gehören Masken wie schon im vergangenen Jahr auch in diesem wieder zur Standardausrüstung in den Hallen. Quelle: NordBau

„Ein zweites Leben für Baustoffe“ heißt das Sonderthema 2021

Mit dem diesjährigen Sonderthema „Ein zweites Leben für Baustoffe” – Recycling im Hoch- und Tiefbau wird der Blickpunkt auf den verantwortungsvollen Umgang mit knapper werdenden Rohstoffen im Baugewerbe gelenkt. Hohe Transportkosten und wachsende Probleme mit anfallendem Sondermüll sind weitere Faktoren. Für den Hochbau mit den Baustoffen und Bauelementen wie auch für den Tiefbau mit den Maschinen und Geräten wird die Wiederverwertung zukünftig eine immer bedeutendere Rolle einnehmen.

Auf Anregung der Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen, dem Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und Digitalisierung Schleswig-Holstein werden in Zusammenarbeit mit der Technischen Hochschule Lübeck und zahlreichen Verbänden eine Sonderschau mit beispielhaften Produkten, Lösungen, Studien und Neuheiten sowie mehrere Seminare dieses Thema beleuchten. Für die Sonderschau in Halle 8 stehen rund 400 Quadratmeter sowie in direktem Umfeld weitere Flächen für interes­sierte Aussteller zur Verfügung, die die Nähe zu den Institutionen und zum Sonderthema nutzen wollen. Die zentrale Veranstaltung zum Sonderthema, das 4. Norddeutsche Fachsymposium Recycling-Baustoffe, findet schon am ersten Tag der Messe von 9.30 Uhr bis circa 14.00 Uhr statt. Jan Philipp Albrecht, Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung des Landes Schleswig-Holsteins, wird als Mitveranstalter das Recycling-Forum eröffnen.

Eine weitere für die Sanierungsbranche interessante Veranstaltung auf der NordBau ist der 9. Norddeutsche Holzbautag, der am 9. September um 9.30 Uhr startet. Die Landesfachgruppe Zimmerer und Holzbau stellt die Frage: „Ist der Holzbau noch ganz dicht?“ Und beschäftigt sich dann damit, wie mit Holz luftdicht, rauchdicht und wasserdicht gebaut werden kann.

Darüber hinaus sind das Seminar „Nachhaltiges und ressourcenschonendes Bauen mit Beton“ des Informations-Zentrums Beton, das 16. Fachforum „Innovative Dämmstoffe“ von der der Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen e.V. und der Architekten- und Ingenieurtag hervorzuheben, der sich mit der Frage „Recycling in der Architektur – aber wie?“ beschäftigt. Auch das Praxis-Seminar „Abbruch und Sanierung“ dürfte für die Leser von B+B Bauen im Bestand interessant sein. Die genauen Zeitpunkte und Orte der genannten und anderer Veranstaltungen auf der NordBau finden Sie hier. Zwei Drittel der Tagungen werden von der Architekten- und Ingenieurkammer SH als offizielle Fortbildungsveranstaltung anerkannt. Weitere Informationen über die NordBau finden Sie auf der Website der Veranstaltung.