Sechs Planerteams wurden für ihre eingereichten Konzepte beim BMWI-Wettbewerb "Architektur mit Energie" ausgezeichnet. Dass Architektur und Energie nicht nur bei Neubauten planbar ist zeigen zwei Preisträger. Sie reichten Entwürfe für bestehende Gebäude ein.
Auf Isolierung und Wärmeschutz setzt der Entwurf der hks Architekten für das Heizwerk in Erfurt. Das Energiekonzept der Architekten wird durch eine Photovoltaikanlage ergänzt. In die Planung des Gebäudekonzeptes musste der Denkmalschutz mit einbezogen werden. Damit das alte Gebäude glänzen kann wurde ein Haus-im-Haus Konzept mit viel Holz entwickelt, wodurch der Kontrast von Alt und Neu erzeugt wird. Durch das Haus-im-Haus Konzept soll es drei Zonen geben, die unterschiedlich beheizt sind. Die Jury fand das Zusammenspiel von Alt und Neu spannend und beuteilte: "Weiterbauen und Neunutzung im Bestand unter Wahrung der substanziellen Gebäudestruktur ist die überzeugende Botschaft dieses Entwurfskonzepts."

Die Studentin Inga Sörensen entwarf das Konzept für die Sanierung des Kontorhauses Holzbrücke in Hamburg. Das Verwaltungsgebäude erhält durch die geplante integrierte Photovoltaikanlage in der Fassade nicht nur einen Sonnen- und Schallschutz sondern gleich ein neues Aussehen. Wasser ist bei ihrem Konzept wichtig, daher macht eine Wasseraufbereitungsanlage die Nutzung von Regenwasser möglich.
Der Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie Peter Hintze überreichte die Auszeichnungen des Wettbewerbs an die Planerteams. Neben dem Preisgeld von insgesamt 120.000 € wird die Auszeichnung durch die Anbringung einer Plakette am Gebäude symbolisiert.
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie hatte den Wettbewerb "Architektur mit Energie" im Januar 2011 auf der internationalen Fachmesse BAU 2011 in München ausgelobt. Der Wettbewerb richtet sich an ambitionierte Bauvorhaben, die energieeffiziente Gebäudekonzepte und innovative Technologien mit hochwertiger Architektur verbinden und als richtungsweisend für Gebäude der Zukunft gelten können.
Die prämierten Bauvorhaben belegen, dass Nullemissionsgebäude keine ferne Vision bleiben müssen sondern schon heute Realität werden, auch beim Bauen im Bestand.
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Der Wettbewerb
Mit dem BMWi-Preis »Architektur mit Energie« sind konkrete Projekte mit richtungsweisenden Gebäudekonzepten gefragt. Sie sollen gestalterisch, konzeptionell und technologisch überzeugende Antworten auf die gestellten Herausforderungen liefern. Sowohl Neubauten als auch Sanierungen von Bestandsgebäuden und Projekte mit einer Kombination aus Sanierung und Neubau werden ausgezeichnet: Teilnehmen können Architekten, Fachplaner, Bauherren oder Arbeitsgemeinschaften.
Nach 2009 wurde der BMWi-Preis 2011 zum zweiten Mal vergeben. Neu in diesem Jahr war eine Kategorie für Studierende. Eine Fachjury wählte aus 35 eingereichten Projektbeiträgen sechs Preisträger aus, die den BMWi-Preis 2011 als symbolische Bauplakette und das Preisgeld in Höhe von insgesamt 120.000 € erhalten. Zudem bekommen die ausgezeichneten Vorhaben die Möglichkeit, in der weiteren Realisierung und Inbetriebnahme als Modellprojekte im Rahmen der vom BMWi getragenen Forschungsinitiative EnOB Energieoptimiertes Bauen gefördert zu werden.