Durch zeitgemäße Sanierungstechniken, die Staubabschottungen und -absaugungen sowie entsprechende Geräte und Werkzeuge nutzen, lassen sich Sanierungsarbeiten zur Beseitigung eines mikrobiellen Befalls effektiver und schneller durchführen. Außerdem werden die körperlichen Belastungen der Beschäftigten deutlich gesenkt, da persönliche Schutzmaßnahmen reduziert werden können.
Bei mikrobiellen Schäden ist immer Feuchtigkeit im Spiel. Infolge von Feuchtigkeits- und Wasserschäden beginnt unter günstigen Wachstumsbedingungen bereits nach wenigen Tagen ein mikrobieller Befall durch aufkeimende Schimmelpilze und Bakterien [1].
Um den mikrobiellen Schaden erfolgreich und nachhaltig zu sanieren, müssen deshalb zwingend die Ursachen ermittelt und die Art, der Umfang und die Ausdehnung des Schadens erfasst werden. Unterbleibt es, auch die Feuchtigkeitsbelastung als Ursache für den Schimmelpilzbefall abzustellen, wird die Sanierung nicht nachhaltig sein.
Fachgerechte Sanierung beginnt mit der Begutachtung
Vor der eigentlichen Sanierung muss daher zunächst geprüft werden, in welche Bereiche Feuchtigkeit eingedrungen ist sowie ob und wo ein Schimmelpilzbefall bereits eingesetzt hat. Insbesondere feuchteempfindliche Bauteile, wie zum Beispiel Holzverkleidungen und Gipskartonplatten, und nicht direkt einsehbare Hohlräume und Schichten wie Estrich-Dämmschichten, Schächte und Ähnliches sind dabei zu inspizieren.
Die Vielfältigkeit moderner Konstruktionsaufbauten und Materialien erschwert es teilweise, die "Wege des Wassers" zu verfolgen. Nichtsdestotrotz ist festzustellen, wo und wie stark Feuchtigkeit, auch in Form von Wasserdampf, in die Baukonstruktionen eingedrungen ist und sich auf Bauteiloberflächen und in Baustoffen niedergeschlagen und angesammelt hat. Möglicherweise ist dadurch ein verdeckter oder nicht mit bloßem Auge erkennbarer Befall mit Mikroorganismen entstanden.
Mikrobiell besiedeltes Material muss entfernt werden
Die Leitfäden des Landesgesundheitsamtes Baden-Württemberg [2] und des Umweltbundesamtes [3] wurden von Expertenrunden ausgearbeitet und sind Konsens bei allen betroffenen Disziplinen (Medizin, Hygiene, Biologie, Bauphysik, Sanierung, Innenraumdiagnostik usw.). Sie bilden den derzeitigen Stand der Technik ab und sind in der Praxis zu berücksichtigen. In den Leitfäden wird auf die möglichen gesundheitlichen Folgen eines Schimmelpilzbefalls hingewiesen und verständlich dargestellt, dass es nicht fachgerecht ist, mikrobielle Schäden lediglich zu trocknen und zum Beispiel durch Überstreichen oder Desinfizieren zu kaschieren. Das mikrobiell besiedelte Material muss entfernt werden.
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