Wo steht die viel diskutierte Transformation der Baubranche tatsächlich? Ist sie aus Sicht der Unternehmen bereits Realität oder noch ein fernes Zukunftsszenario? Um diese Fragen zu beantworten, erstellte das Fraunhofer IRB das erste „Stimmungsbarometer zum Stand der Transformation der Baubranche“.
Die Autorinnen und Autoren haben in zahlreichen Interviews und durch eine umfassende Unternehmensumfrage ein differenziertes Stimmungsbild zum Stand der Transformation erhoben. Die Studie zeigt: Die große Mehrheit der Befragten ist sich einig, dass der Baubranche eine Transformation bevorsteht. In der Unternehmenspraxis ist für die Befragten allerdings derzeit noch wenig davon zu spüren. Während nur 25 Prozent der Teilnehmenden angeben, dass die Transformation aus ihrer Sicht bereits in vollem Gange ist, ist sie für 54 Prozent noch ein Zukunftsthema. Dennoch gibt es auch Skepsis: 25 Prozent der Befragten geben an, nicht sicher zu sein, ob der Branche eine Transformation überhaupt bevorsteht.
Große Potenziale bei Weiterbildung und Innovation
Insgesamt erwarten die meisten Unternehmen also einen tiefgreifenden Wandel, insbesondere in den Feldern Nachhaltigkeit, Digitalisierung, Innovationsfähigkeit, Kompetenzen und Weiterbildung. Vor allem in den Feldern Weiterbildung und Innovation sei der Realisierungsgrad aber noch gering, so ein Ergebnis der Studie. Hier liegen nach Auffassung der Autorinnen und Autoren noch große Potenziale, etwa bei der Geschäftsmodellinnovation oder bei Technologien im Zusammenhang mit Künstlicher Intelligenz.
„Durch die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle, den Einsatz von Künstlicher Intelligenz und gezielte Weiterbildungsmaßnahmen können wir die Transformation aktiv vorantreiben“, erklärt Dr. Albrecht Franz, Studien- und Bereichsleitung des Fraunhofer IRB. Auf diese Weise lassen sich Wettbewerbsvorteile realisieren und sowohl aktuelle als auch zukünftige Herausforderungen erfolgreich bewältigen. Hier kann die Studie bestellt werden.
