Um 5,2 Prozent stieg die verlegte Fläche von WDVS-Systemen im Jahr 2020 gegenüber dem Vorjahr. Quelle: B+L Markdaten GmbH
Um 5,2 Prozent stieg die verlegte Fläche von WDVS-Systemen im Jahr 2020 gegenüber dem Vorjahr. Quelle: B+L Markdaten GmbH

Bautenschutz

16. June 2021 | Teilen auf:

WDVS und Trockenmörtel solide im Plus

Zur digitalen Mitgliederversammlung am 29. April 2021 hatte der Verband für Dämmsysteme, Putz und Mörtel (VDPM) Erfreuliches zu vermelden: Die zusammen mit der B+L Marktdaten GmbH erstellte Branchenbilanz für Wärmedämm-Verbundsysteme und Mörtelprodukte in 2020 fiel positiv aus.

Insgesamt stieg der Absatz von Trockenmörtel im Jahr 2020 um 4,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die steigende Nachfrage schlug sich ein allen Produktsegmenten nieder, einige Bereiche stachen aber besonders hervor. Die Corona-Pandemie hat ganz offensichtlich dazu geführt, dass viele Privatleute an ihren Gärten und Häusern Maßnahmen vornahmen oder vornehmen ließen: So kletterte der Absatz von Mörtel für den Garten- und Landschaftsbau im vergangenen Jahr um 9,7 Prozent gegenüber 2020. Im Bereich Estrichmörtel waren es 5,6 Prozent und nach eher schwächeren Vorjahren wies auch der Absatz von Fliesenchemie-Produkten einen Anstieg von 5,7 Prozent auf.

„Bemerkenswert ist auch, dass sich Außenputze erstmalig seit langer Zeit mit einem Wachstum von +4,9 Prozent stärker entwickelt haben als Innenputze (+4,0 Prozent)“, betont VDPM-Hauptgeschäftsführer Dr. Hans-Joachim Riechers. Grund für diese Trendumkehr war nach den Erkenntnissen des VDPM auch das Erstarken der energetischen Modernisierung. Von diesem Prozess haben auch die Wärmedämm-Verbundsysteme (WDVS) profitiert. „Auslöser dafür waren unter anderem die Fördermittel aus dem Klimapaket der Bundesregierung sowie die allgemeine Belebung des Modernisierungsmarkts“, so Dr. Riechers. Die verlegten Flächen konnten um 5,2 Prozent im Vergleich zu 2019 gesteigert werden. Auch für das kommende Jahr erwarten VDPM und B+L ein Plus beim WDVS-Absatz.

Positiver Trend im Wohnbau dürfte anhalten

Im Neubau wird sich nach Einschätzung von B+L der Nichtwohnbau rückläufig entwickeln. Viele Unternehmen verzichten aktuell auf Investitionen in neue Produktionshallen oder Büros. Im Wohnbau dagegen dürfte der Positivtrend 2021 anhalten. Bestandsmaßnahmen werden nach Meinung der Marktforscher auch in diesem Jahr ein wesentlicher Treiber der Absatzentwicklung sein. Die skizzierten Entwicklungen sollten sich positiv auf die Absätze von Putzen und Fliesenchemie auswirken. Bei Mauermörteln (Prognose +0,4 Prozent) und Estrichmörteln (Prognose -0,2 Prozent) rechnet B+L aufgrund der geringeren Neubaunachfrage (insbesondere aus dem Nichtwohnbau) mit nur geringen Verschiebungen. Für den Gesamtmarkt Trockenmörtel 2021 rechnen VDPM und B+L aktuell mit einer Absatzsteigerung von +0,9 % über Vorjahr. Weitere Informationen finden Sie auf der Website des VDPM.