Saugende Putze nehmen viel Feuchtigkeit auf. In der Folge dringt Feuchtigkeit in den Wandaufbau und der Putz platzt ab. (Quelle: finecki / Adobe Stock)

Fassadensanierung

18. January 2023 | Teilen auf:

Wasserabweisend und schnell trocknend

Nur trockene Putzfassaden sind langlebig. Hydrophobe – also wasserabweisende – Putze und Farben verhindern das Eindringen von Feuchte in die Beschichtung und ins Mauerwerk. Die bionische Fassadenfarbe „StoColor Dryonic“ schützt nach Angaben von Sto nicht nur vor dem Eindringen von Feuchte, sondern sorgt auch dafür, dass die Fassade schnell trocknet.

Wer einem kräftigen Regenguss ausgesetzt ist, weiß moderne Funktionsbekleidung zu schätzen. Sie verhindert, dass Wasser eindringt, lässt aber die Feuchte von innen ungehindert nach außen passieren. Der ideale Schutz einer Hausfassade funktioniert ebenso. Moderne Putze und Anstriche verhindern das Eindringen von Wasser in die Bausubstanz und sind zugleich diffusionsoffen. Trotzdem gibt es immer noch sogenannte hydrophil (Wasser liebende) saugende Putze, die bei Regen oder Nebel innerhalb weniger Stunden bis zu 1,5 Liter Wasser pro Quadratmeter aufnehmen. Damit ist die Feuchtigkeit im Wandaufbau. Die Folgen dieses Wassermanagements hat man bis weit ins 20. Jahrhundert häufig gesehen: feuchte Fassaden und abgeplatzte Putze.

Was passiert, wenn Wasser von der Fassadenbeschichtung aufgenommen wird? Während die Oberfläche schnell wieder trocken ist und den Anschein eines intakten Wandaufbaus vermittelt, versteckt sich die Feuchte in der Bausubstanz. Insbesondere in Phasen hoher Luftfeuchte oder anhaltend schlechten Wetters verbleibt sie dort recht lange. Optisch und haptisch erscheint die Fläche trocken, aber der Untergrund ist feucht. Das beschert der Fassade ein physikalisches Problem: zu viel Gewicht – und ein biologisches: Pilze lieben feuchte Milieus und benötigen kein Licht, um zu gedeihen.

Ein nasser Mantel wärmt nicht

Bei gedämmten Fassaden kann die aufgenommene Feuchtigkeit die Dämmwirkung um bis zu 50 Prozent senken. Heizkosten steigen, Schimmel droht. Und ungedämmtes Mauerwerk verliert schon bei zehn Prozent Feuchtegehalt 77 Prozent seiner ohnehin bescheidenen Wärmedämmfähigkeit. Eine nasse Fassade altert schneller als eine trockene – vor allem, wenn ihr Frost oder abträgliche Stoffe zusetzen. Dann bilden sich Eiskristalle, die das Putzgefüge sprengen. Risse und Abplatzungen sind die Folge und machen den Weg frei für noch mehr Wasser und Schlimmeres wie Rußpartikel oder Streusalze.

Um diese früher weit verbreiteten Probleme in den Griff zu bekommen, wurden hydrophobe Oberflächen entwickelt. Moderne Fassadenputze und -farben auf Siliconharzbasis oder mit Lotus- beziehungsweise Dryonic-Effekt verhindern, dass Wasser in die Bausubstanz eindringt. Ein solches Produkt bietet Sto mit der bionischen Fassadenfarbe „StoColor Dryonic“ an. Fassaden die mit dieser Fassadenfarbe gestrichen wurden, bildeten nicht nur eine dichte Außenhaut schützten so die Bausubstanz, so der Hersteller, sondern trockneten auch sehr schnell, indem sie selbst kleinste Tautröpfchen sofort ableiten. Die Fassade bleibt trocken und ist so langfristig vor Algen und Pilzen geschützt – ganz ohne den Einsatz von bioziden Filmschutzmitteln.

zuletzt editiert am 19.01.2023