Die klimatischen Arbeitsbedingungen und die Energieeffizienz des zentralen Ersatzteillagers von BMW in Dingolfing sollten verbessert werden. So erhielt das Dach des Gebäudes neue Fenster und eine Wärmedämmung. Der neue Dachaufbau sorgt zugleich für einen verbesserten Brandschutz.
Das Dach hatte man in den 60-er Jahren aus hyperbolischen Paraboloidschalen (HP-Schalen) aus Spannbeton auf einer Stahlkonstruktion errichtet, die sich in Längsrichtung krümmen.
Um sowohl den Transmissionswärmeverlust im Winter als auch den Wärmeeintrag im Sommer zu reduzieren, entschied man sich, mit einer 100 Millimeter dicken Dämmschicht mit einer Wärmeleitfähigkeit von 0,040 W/(m·K) zu sanieren. Die Fensterflächen der Sheddach-Verglasung aus Drahtglasscheiben wurden durch eine Doppelverglasung mit einem U-Wert kleiner als 1,3 W/(m2·K) erneuert. dadurch konnte der U-Wert des Daches etwa 75 Prozent verringert werden. Gleichzeitig sorgt die eingesetzte Steinwolle-Dämmung für einen verbesserten Brandschutz.
Die eingesetzten „Bondrock MV“-Dämmplatten aus nichtbrennbarer Steinwolle sind druckbelastbar und verfügen über eine oberseitige Mineralvlieskaschierung. Damit eignen sie sich für verklebte Dachaufbauten mit Heiß- oder Kaltverklebung der Abdichtung. Die Firma Rockwool lieferte die Platten in schmalen Streifen von 200 Millimetern Breite – auf die spezielle Geometrie des Daches zugeschnitten auf Sonderpaletten. In Längsrichtung verlegt, folgen die Platten dem konkaven Verlauf der Schalen.
Bei der Verarbeitung wurde die oberseitige Dampfsperrbahn kurz beflammt, damit die schmalen „Bondrock MV“ Streifen in das verflüssigte Bitumen eingedrückt werden konnten. Nach kurzer Abkühlungszeit entstand so ein stabiler Verbund. Anschließend wurde eine selbstklebende Unterlagsbahn direkt auf die Dämmplatten verlegt. Der endgültige Verbund wird durch die thermische Aktivierung der Unterlage beim Aufschweißen der Oberlage erzielt.
