„Fome“ wird direkt auf der Baustelle mit Sauerstoff aufgeschäumt.
„Fome“ wird direkt auf der Baustelle mit Sauerstoff aufgeschäumt. (Quelle: Hasit)

Außendämmung 2026-04-29T10:53:40.848Z Vor Ort aufgeschäumt

Hasit hat mit „Fome“ ein neues Dämmstoffsystem entwickelt, das sich durch einen besonders günstigen CO2-Fußabdruck auszeichnet: Maßgeblich dafür ist die patentierte „Airium“-Technologie.

Das Ausgangsmaterial für „Fome“ besteht zu 99 Prozent aus anorganischen mineralischen Feststoffen sowie einem Prozent organischen Additiven. Kern des neuen Dämmmaterials ist die neue, gemeinsam von Holcim und Fixit-Gruppe entwickelte „Airium“-Technologie. Bei dieser wird das mineralische Ausgangsmaterial direkt auf der Baustelle mit Sauerstoff aufgeschäumt und erhält so seine dämmenden Eigenschaften. Das Aufschäumen auf der Baustelle hat den Vorteil, dass das Transportvolumen deutlich reduziert und somit weniger CO2 ausgestoßen wird. 

Öko-Bilanz im Fokus 

Nach Berechnungen von Hasit kann das neue System im Vergleich zu konventionellen Dämmstoffen wie EPS oder Mineralwolle bei den CO2-Äquivalenten deutlich günstigere Werte erreichen. Je nach Wandaufbau und U-Wert stehen üblichen Werten von zirka 20 (kg CO2-Äq.) ein Wert von knapp über 5 (kg CO2-Äq.) gegenüber. Ursächlich hierfür ist der geringere Primärenergiebedarf bei der Herstellung. Anders als bei konventionellen Dämmstoffen, deren Produktion mit einem hohen Energieeinsatz verbunden ist, entsteht die für die Dämmeigenschaft maßgebliche Porenstruktur bei „Fome“ durch eine chemische Reaktion. Dabei werden keine Schadstoffe freigesetzt, sondern lediglich Sauerstoff und Wasser. An der Wand aufgebracht nimmt der Dämmstoff nach Angaben des Herstellers zudem während seiner gesamten Nutzungsphase aus der Umgebung CO2 auf und bindet es. Geringer Primärenergiebedarf, CO2-Aufnahme in der Nutzungsphase sowie das deutlich verringerte Transportvolumen zusammen sind also verantwortliche für die gute Ökobilanz. Auch beim Recyceln punkte das Produkt gegenüber EPS- und Mineraldämmplatten, so Hasit: Sortenrein aufgebaut könne er als mineralischer Bauschutt recycelt und zurückgeführt werden. 

Fugenlos, wärmebrückenfrei und ohne Verschnitt 

Ein detaillierter Querschnitt eines Wandaufbaus mit Dämmmaterialien, der die verschiedenen Schichten zeigt.
So sieht der Wandaufbau mit dem neuen System aus: Mauerwerk, Haftbrücke, „Fome“, Putz. (Quelle: Hasit)

Das neue System eignet sich sowohl für innen als auch außen. Diffusionsoffen und kapillaraktiv bietet es geeignete Lösungen für das klassische Wärmedämmverbundsystem (WDVS), die vorgehängte hinterlüftete Fassade (VHF) oder Kerndämmung im Neubau und in der Sanierung. Der Auftrag erfolgt direkt auf einer dem Mauerwerk zuvor aufgebrachten Haftbrücke – fugenlos, wärmebrückenfrei und ohne Verschnitt. Unebene Untergründe werden ausgeglichen. Pro Schicht können bis zu sechs, pro Tag bis zu zehn Zentimeter aufgetragen werden. Die maximale Dämmstärke beträgt 35 Zentimeter. 

Bei einer Trockenrohdichte von 95 kg/m3 wird eine Wärmeleitfähigkeit von 0,041 W/mK erreicht, bei einer Wärmespeicherkapazität von 1.130 J/kg K. Gemäß der EN 998-1:2016 ist „Fome“ im Brandverhalten der Klasse A1 (nichtbrennbar) zugeordnet. Mit diesen Eigenschaften können energetisch und brandschutztechnisch in der Praxis nahezu alle technischen Vorgaben umgesetzt werden. Weitere Informationen >>>

zuletzt editiert am 29. April 2026