Anlässlich der Bildung einer neuen Bundesregierung fordert der Fachverband Baustoffe und Bauteile für vorgehängte hinterlüftete Fassaden e.V. (FVHF) die gezielte Förderung von vorgehängten hinterlüfteten Fassaden (VHF), verbindliche Recyclingquoten für Fassadenmaterialien und die erleichterte Wiederverwendung von Bauelementen.
Der ressourcenintensive Bausektor produziert mehr als die Hälfte des Abfalls in Deutschland, in dem riesige Mengen an verbauten Emissionen gebunden sind. Die Erhaltung dieser so genannten Grauen Energie durch Wiederverwertung wäre ein entscheidender Meilenstein auf dem Weg zu einem klimaneutralen Gebäudebestand. Der Fachverband Baustoffe und Bauteile für vorgehängte hinterlüftete Fassaden e.V. (FVHF) betont in einer Pressemitteilung, dass vorgehängte hinterlüftete Fassaden entscheidend zu einer solchen Bauwende beitragen und Maßstäbe für eine nachhaltige, zukunftsorientierte Architektur setzen könnten.
„Die Politik muss die ressourcenschonende Kreislaufwirtschaft mit vorgehängten hinterlüfteten Fassaden (VHF) gezielt fördern, indem sie verbindliche Recyclingquoten für Fassadenmaterialien festlegt, die Wiederverwendung von Bauelementen erleichtert und nachhaltige Materialinnovationen in der Bauwirtschaft finanziell unterstützt“, fordert FVHF-Geschäftsführer Wolfgang Häußler in der Mitteilung. „Zudem sollten Ausschreibungen im öffentlichen Bauwesen verpflichtend ressourcenschonende Konstruktionen wie VHF mit hoher Wiederverwertbarkeit bevorzugen, um eine nachhaltige Bauweise zu etablieren und die Dekarbonisierung von Gebäuden signifikant zu fördern.“
Zerstörungsfreie Demontierbarkeit ermöglicht Kreislaufwirtschaft
In diesem Kontext stelle die VHF eine Schlüsseltechnologie dar, so Wolfgang Häußler. Sie sei ein Paradebeispiel dafür, wie technologische Innovation und nachhaltiges Bauen Hand in Hand gehen können. Besonderes Merkmal der VHF sei ihre zerstörungsfreie Demontierbarkeit. Dies ermögliche die Wiederverwendung und das Recycling aller Komponenten und damit eine deutliche Reduzierung des Ressourcenverbrauchs. Damit unterstützt sie nachhaltiges Bauen und macht Gebäude zu Materialbanken, die den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft folgen.
Auch bei der Vermeidung von Bauabfällen setze die VHF Maßstäbe. Die sortenreine Trennbarkeit sorge dafür, dass hochwertige Rohstoffe wie Aluminium, Holz oder Kunststoffe effizient in den Wertstoffkreislauf zurückgeführt werden können. „Die neue Bundesregierung sollte eine umfassende Modernisierung des Bauwesens vorantreiben: von nachhaltiger Ressourcennutzung über effizientere Genehmigungsverfahren bis hin zu verbindlichen Lebenszyklusanalysen und einem neuen Qualitätsverständnis“, so FVHF-Geschäftsführer Wolfgang Häußler abschließend. Weitere Informationen >>>
