Vorstand VDPM 2017
Nach der ersten Mitgliederversammlung in Oberursel: Geschäftsführerin Antje Hannig, Vorsitzender Christoph Dorn, Hauptgeschäftsführer Dr. Hans-Joachim Riechers und Geschäftsführer Ralf Pasker. (Abb.: B+B BAUEN IM BESTAND/P. John)

Bauwerkserhaltung 2017-09-18T00:00:00Z VDPM: Erst die Fusion dann die Arbeit

Auf seiner ersten Mitgliederversammlung hat der neu gegründete Verband für Dämmsysteme, Putz und Mörtel (VDPM) am 14. September 2017 in Oberursel seine Ziele formuliert, notwendige Strukturen festgelegt und Arbeitsschwerpunkte beschlossen. Dazu gehört die Erarbeitung einheitlicher technischer Grundlagen, Richtlinien und Qualitätsstandards ebenso wie die Zusammenarbeit in der Forschung und die Verbesserung der Umweltverträglichkeit von Produkten und Systemen.

Im Mai 2017 hatten die Mitglieder des Industrieverbands Werkmörtel (IWM) und des Fachverbands Wärmedämm-Verbundsysteme (FV WDVS) einstimmig ihre Fusion zum Verband für Dämmsysteme, Putz und Mörtel (VDPM) beschlossen. Viele der Mitglieder waren zuvor gleichzeitig in beiden Verbänden organisiert. Damit erhöht der Zusammenschluss die Effizienz der Verbandsarbeit. Technisches Know-How aus den Bereichen Putz, Mörtel, Estrich und Dämmsysteme wird in Zukunft gebündelt.

Standards für Produkt- und Systemqualität erarbeiten

In Zusammenarbeit mit Handwerkskammern und Handwerkerverbänden will der VDPM zukünftig einheitliche technische Grundlagen, Richtlinien und Qualitätsstandards für hochwertige und nachhaltige Dämmsysteme, Putze, Mörtel und Estriche erarbeiten.

Gemeinsame Forschungsinitiativen sollen der Verbesserung von Dämmsystemen, Putzen, Mörteln und Estrichen dienen. „Zentrale Aufgabe ist heute und in Zukunft aber die Verminderung von Umweltauswirkungen durch Produkte“, sagt Christoph Dorn, ehemaliger Vorsitzender des IWM und neuer Vorsitzender des VDPM.

Deshalb wird der Verband laufende Forschungsprojekte weiterführen und ausbauen. Dazu gehört eine Untersuchung zur Auswaschung von Bioziden aus Fassadenprodukten in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Bauphysik (IBP) und ein Projekt zum Lebenszyklus von alten EPS und XPS-Dämmstoffen, die HBCD und andere Additive enthalten, das vom Europäischen WDVS-Verband EAE initiiert wurde. 2018 soll in den Niederlanden eine Pilotanlage eröffnet werden, die in der Lage ist, Zusätze aus den Dämmstoffen zu entfernen und Verunreinigungen, zum Beispiel Kleberrückstände zu entfernen und das Material zu recyceln. ((http://www.bauenimbestand24.de/wdvs-nachhaltig-herstellen-und-recyceln/150/46150/

Auch für WDVS mit anderen Dämmstoffen erarbeitet der VDPM derzeit Szenarien zum fachgerechten Rückbau und Recycling.

Strukturen beschlossen und Vorstand gewählt

Der VDPM hat aktuell 111 Mitglieder, die sich wie folgt zusammensetzen: 37 ordentliche Mitglieder, darunter 5 Landesverbände, 45 außerordentliche und 29 Fördermitglieder. Die stimmberechtigten Mitglieder haben auf der Versammlung in Oberursel den neuen insgesamt zwölfköpfigen Vorstand gewählt: Hauptgeschäftsführer des VDPM ist Dr. Hans-Joachim Riechers, ihm zur Seite stehen die Geschäftsführer Ralf Pasker (Dämmsysteme und Europa) und Antje Hannig (Putz und Mörtel). Der VDPM hat seinen Sitz bereits in Berlin, nutzt aber aktuell noch die beiden Geschäftsstellen der fusionierten Verbände in Baden-Baden und Duisburg. Spätestens zum 01.01.2019 wird die Bundeshauptstadt alleiniger Verbandssitz.

zuletzt editiert am 09. April 2021
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