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24 Gebäude mit einer Vakuumdämmung wurden analysiert. (Abb.: ZAE Bayern)

Innendämmung 2013-04-26T00:00:00Z Vakuumdämmung auf dem Prüfstand

Das Projekt VIP-PROVE hat gezeigt, dass Vakuumisolationspaneele ihre hohe Dämmwirkung zuverlässig über viele Jahre beibehalten, wenn sie fehlerfrei eingebaut worden sind. Kritisch ist also insbesondere die Handhabung und Verarbeitung auf der Baustelle.

Die Vorteile von schlanker Vakuumdämmung liegen auf der Hand. Doch haben Planer und Bauherren auch Vorbehalte gegenüber der noch jungen Technologie. Sie fragen sich, ob die Vakuumhülle bei der Verarbeitung in der Baupraxis tatsächlich unversehrt bleibt und ob die exzellente Dämmwirkung im eingebauten Zustand wirklich dauerhaft ist.

Vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie wurde daher das Bayerische Zentrum für Angewandte Energieforschung, ZAE Bayern beauftragt, die Praxistauglichkeit dieser noch jungen Wärmedämmtechnik zu untersuchen. Ziel des Projekts VIP-PROVE war es, die Zuverlässigkeit von Vakuumdämmung bei kommerziell mit dieser Technologie ausgerüsteten Gebäuden gründlich zu überprüfen. Zusätzlich zu den kommerziell realisierten Objekten wurden wenige der ersten gut dokumentierten Demonstrationsobjekte in das Untersuchungsprogramm aufgenommen.

Die detaillierte Untersuchung der 15 Sanierungs- und 9 Neubauobjekte mit Vakuumdämmung zeigt, dass mehr als 95 Prozent der verbauten Paneele auch Jahre nach dem Einbau einwandfrei funktionieren. Dies ist ein respektabler Wert, zumal es sich zum Zeitpunkt der Planung und des Einbaus noch um eine sehr junge Technologie handelte. So war es für die Mehrzahl der Planer und Handwerker bei den untersuchten Objekten der erstmalige Kontakt mit der neuen Dämmtechnik.

Besonders positiv ist zu werten, dass im weiteren Zeitverlauf praktisch keine Ausfall-oder Alterungserscheinungen festgestellt werden konnten. Kritisch scheint daher insbesondere die Verarbeitung auf der Baustelle zu sein. Sind die Vakuumisolationspaneele (VIP) erst einmal installiert, so bleibt die hohe Dämmwirkung zuverlässig über viele Jahre erhalten.

Handhabung und Montage von VIPs erfordern besondere Sorgfalt

Bereits seit Mitte der 1980er-Jahre werden flache evakuierte Elemente in Kühl- und Gefriergeräten zur Wärmedämmung eingesetzt. Während bei Thermoskannen die Druckkräfte des umgebenden Luftdrucks von der zylindrischen Hülle getragen werden, muss bei flachen Elementen ein in den Hohlraum eingebrachtes Füllmaterial die enormen Drucklasten aufnehmen. Diese entsprechen immerhin einer Gewichtslast von 10 Tonnen pro Quadratmeter.

Mit diesem Füllmaterial ist zwar ein im Vergleich zur Thermoskanne erhöhter Wärmetransport verbunden. Gleichzeitig verringern sich aber auch die Anforderungen an die Qualität des Vakuums und somit an die Dichtigkeit der Hülle erheblich. Aufbauend auf Grundlagenuntersuchungen und Tests in einigen Demonstrationsobjekten konnte bereits 2005 gezeigt werden, dass diese schlanken, hocheffizienten Wärmedämmelemente im Prinzip auch für den Einsatz im Bauwesen mit den besonders hohen Anforderungen an die Dauerhaftigkeit von 50 Jahren und mehr geeignet sind.

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zuletzt editiert am 09. April 2021
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