Tunnelsanierung
Für SCC-Einbau: Schalung mit Abstützungen und Schlauchanschlüssen zum Fahrmischer (Abb.: Züblin-Spaltenst.)

Bauwerksabdichtung 2014-02-27T00:00:00Z Tunnelwand im resistenten Gewand

Im Züricher Schöneich-Tunnel wurden die Wände mit Höchstdruck-Wasserstrahlen behandelt, dann mit selbstdichtendem Beton in einem Arbeitsgang ergänzt. Eine Vorgehensweise, die auch bei anderen Arbeiten im Bestand nützlich sein kann.

Der alljährliche, regelmäßige Einsatz von Streusalz im Schöneich- Tunnel von Zürich blieb natürlich nicht ohne negative Folgen: Die Wände, die Bodenplatte und der Kabelkanal zeigten sich stark angegriffen durch den Chlorideintrag. Aus diesem Grund beschloss das zuständige Tiefbauamt die Sanierung des Objektes [1]. Zu der ausgeschriebenen Gesamtaufgabe zählte das Abtragen des Wandbelages und indizierten Betons mit einem Wasserhöchstdruckstrahl (HDW) sowie der Einbau 11 cm) aus selbstverdichtendem Beton (SCC = Self Compacting Concrete) zum Schutz der Tunnelwände.

Die Details für das Projekt von Abbruch bis Einbau

Die geplanten Sanierungsarbeiten sahen im Detail wie folgt aus:

· Wandplatten, Kabelkanal und Fahrbahnbelag entfernen

· Indizierten Beton an Wänden und Boden abbrechen

· Vorbeton (SCC) an den Wänden einbauen

· Boden reprofilieren

· Abdichtung (PBD-Bahnen, teilweise Flüssigfolie) einbauen

·  Kabelkanal betonieren

· Gussasphalt für Fahrbahnbelag einbauen

· Wände mit Farbanstrich versehen.

In Verbindung mit der Sanierung kam es ebenso zu einer Erneuerung der gesamten Verkehrssteuerungs- und Sicherungsanlagen sowie der Tunnelbelüftung.

Die Details für den Instandsetzungs-Baustoff

Die Ausschreibung gab die folgenden Anforderungen an den Festbeton (Vorbeton) vor:

· Wasser/Zement-Wert (W/Z) 0,43 ± 0,02

· Haftzugfestigkeit >1,5 N/mm2, kein Wert unter 1 N/mm2

· Wasserleitfähigkeit nach SIA Norm 162.1, Prüfung Nr. 5, bei b = 200 mm: Mittelwert ≤ 7 g/m2 und Einzelwert ≤ 8 g/m2

· Frost-Tausalzbeständigkeit nach SIA-Norm 162.1, Prüfung Nr. 9. mod. VPL: Δ m28 ≤ 200 g/m2

· glatte Oberfläche und frei von Schwindrissen.

Von Anforderungen an die Druckfestigkeit konnte ja abgesehen werden, da der Vorbeton lediglich eine Schutzfunktion, nicht eine Tragfunktion, erfüllen sollte.

Zwar enthielt die Ausschreibung keine Anforderungen bezüglich des Betons, dennoch hatten alle eingegangenen Angebote den Einsatz von SCC vorgeschlagen.

Der große Vorteil dieser Betonvariante ist ihre zeitsparende Verarbeitung. Zusätzlich eignete sich SCC recht gut für diese Aufgabe, da im oberen Wandteil der Vorbeton in einer relativ dünnen Ausführung vorlag .

Zwar enthielt die Ausschreibung keine Anforderungen bezüglich des Betons, dennoch hatten alle eingegangenen Angebote den Einsatz von SCC vorgeschlagen.

Der große Vorteil dieser Betonvariante ist ihre zeitsparende Verarbeitung. Zusätzlich eignete sich SCC recht gut für diese Aufgabe, da im oberen Wandteil der Vorbeton in einer relativ dünnen Ausführung vorlag .

Dies ist ein Artikel aus B+B BAUEN IM BESTAND , Ausgabe 8. 2003

Dies ist ein Artikel aus B+B BAUEN IM BESTAND , Ausgabe 8. 2003

zuletzt editiert am 09. April 2021
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