Ein Stapel von Ziegelsteinen wird von warmem Sonnenlicht beleuchtet, das die Textur und Struktur der Steine hervorhebt.
Kann als tragendes Mauerwerk im Dünnbettverfahren verwendet werden: Der „GIMA-Lehmhochlochziegel“.

Nachhaltigkeit 2025-04-09T06:45:00Z Tragendes Lehmsteinmauerwerk im Dünnbettverfahren

Das Deutsche Institut für Bautechnik DIBt hat der Girnghuber GmbH die allgemeine Bauartgenehmigung für tragendes Lehmsteinmauerwerk im Dünnbettverfahren erteilt. Darüber hinaus wird dem „GIMA-Lehmhochlochziegel“ die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung gemäß DIN 18945 erteilt.

Der Lehmziegel wird somit in Verbindung mit dem Lehm-Dünnbettmörtel von ClayTec gemäß DIN 18940 für sämtliche Gebäude der Gebäudeklasse 4 uneingeschränkt nutzbar und kann ebenso effizient verarbeitet werden wie herkömmliche Plansteine. „Mit dem Lehmhochlochziegel haben wir einen massentauglichen, industriell herstellbaren und somit bezahlbaren Baustoff entwickelt, der als reines Naturprodukt aus 100 Prozent Lehm zugleich höchsten Nachhaltigkeitsanforderungen entspricht“, betont Simon Irlbeck, der als Leiter der GIMA-Bautechnik maßgeblich an der Entwicklung beteiligt war. 

Mit der DIN 18940, die 2023 in Kraft trat, wurde erstmals eine normierte Grundlage für tragendes Lehmsteinmauerwerk bis vier Geschosse geschaffen. Bislang war allerdings nur das Mauern mit kleinformatigen Lehmsteinen im zeitaufwendigen Dickbettmörtelverfahren zugelassen. Mit der jetzt erteilten allgemeinen Bauartgenehmigung an Gima ist das tragende Mauern mit großformatigen Lehmsteinen im Dünnbettverfahren erstmals möglich. „Wir sparen dadurch mehr als ein Drittel der kostenintensiven Arbeitszeit gegenüber dem Mauern mit Lehmsteinen im Dickbettmörtelverfahren. Das macht Mauerwerk aus Lehm wirtschaftlich konkurrenzfähig und beweist, dass Lehmbaustoffe heute als praxisgerechte Industrieprodukte auf Augenhöhe mit konventionellen Materialien stehen können“, betont Maximilian Breidenbach, Leiter des Geschäftsbereichs Produktion & Unternehmensentwicklung bei ClayTec. 

Effiziente und schnelle Verarbeitung   

„GIMA-Lehmhochlochziegel“ erfüllen die Anforderungen der Druckfestigkeitsklasse 5 und können sowohl für tragende als auch nichttragende Wände verwendet werden. Dank herkömmlicher Mauerziegel-Formate können sie effizient und schnell verarbeitet werden. Für nichttragende Innenwände stehen die Lehmziegel LZ11 und LZ17 mit den Breiten 115 und 175 Millimeter zur Verfügung. Für tragende Innenwände und Außenwände produziert der Hersteller Ziegel mit Breiten von 240, 300 oder 365 Millimetern. Weitere Informationen >>> 

Der Lehm-Dünnbettmörtel von ClayTec besteht aus Baulehm, anderen mineralischen Primärrohstoffen und Pflanzenfasern, die gemahlen und gemischt werden. Bei der Produktion des Lehm-Dünnbettmörtels muss ein Bruchteil der Energie aufgewendet werden, die bei zementhaltigen Mörteln benötigt wird. Dank seiner Löslichkeit lässt sich einmal verklebtes Mauerwerk rückstandslos wieder trennen. Das Produkt lässt sich verarbeiten wie jeder konventionelle Dünnbettmörtel: Die Trockenmasse wird mit Wasser angerührt und dann mit üblichen Dünnbett-Mörtelschlitten, -Mörtelrollen oder -Auftragswalzen in 2 Millimeter Stärke aufgetragen. Die Fugen härten allein durch Trocknung aus. Weitere Informationen >>>

zuletzt editiert am 10. April 2025
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