Moderne Technologien, maßgeschneiderte Sanierungsmethoden und innovative Instandsetzungsmaterialien sind wichtige Themen auf der nuBau. (Quelle: Bauhaus-Universität Weimar)
Moderne Technologien, maßgeschneiderte Sanierungsmethoden und innovative Instandsetzungsmaterialien sind wichtige Themen auf der nuBau. (Quelle: Bauhaus-Universität Weimar)

Bauwerkserhaltung

16. December 2021 | Teilen auf:

Tagung an der Bauhaus-Universität: Nutzerorientierte Bausanierung

An der Bauhaus-Universität Weimar findet am 9. und 10. März 2022 die 5. Tagung Nutzerorientierte Bausanierung, kurz nuBau, statt. Mit einem vielfältigen Programm ist die Tagung eine spannende Veranstaltung für alle, die sich mit der Sanierung von Gebäuden beschäftigen.

Baumaßnahmen im Bestand sind häufig als Einzelfälle zu betrachten, da individuelle Nutzeranforderungen erfüllt werden müssen und die Vorgehensweise bei Planung und Ausführung oft keinem eindeutigen Weg folgen kann, wie dies bei einem Neubau möglich ist. Der Einsatz moderner Technologien und „maßgeschneiderter“ Sanierungsmethoden sind in vielen Fällen nicht nur hilfreich, sondern ein Muss. Deshalb liegt der Fokus der 5. nuBau neben allgemeinen Themen aus dem Bereich Instandhaltung und Instandsetzung von Bauwerken auf modernen Methoden der Bauwerksdiagnostik und Werkstoffanalyse, digitalen Technologien in der Bausanierung und Denkmalpflege und innovativen Instandsetzungsmaterialien.

So befasst sich gleich der erste Vortrag von Prof. Dr.-Ing. Harald Garrecht von der Universität Stuttgart mit dem Thema Erneuerbare Energien und damit, welche Voraussetzungen gegeben sein müssen und welche Möglichkeiten es gibt, diese im Bestand einzusetzen. Auch das Thema BIM fehlt nicht: Hendrik Morgenstern, M. Sc., von der RWTH Aachen referiert über „Digitalisierte Instandhaltungsplanung durch BIM-basierte Bauwerksdiagnosen“. Einige Vorträge beleuchten den Baustoff Gips aus unterschiedlichen Perspektiven, so beschäftigt sich Dipl.-Ing. Thorsten Hagedorn vom IAB – Institut für Angewandte Bauforschung Weimar gemeinnützige GmbH mit „Hydrophobierten Gips-Mörtel für die Sanierung historischer Bauwerke“.

Spannender Vortrag über das Schlierenverfahren

Besonders hervorzuheben ist der Beitrag von Prof. Dr.-Ing. Conrad Völker von der Bauhaus-Universität Weimar über die „Visualisierung mit Schlierenverfahren“, mit dem der zweite Tag beginnt. An der Bauhaus-Universiät ist ein sogenanntes Großschlieren-Systems zur Untersuchung des Raumklimas in Betrieb genommen worden. Dieses System stellt ein innovatives eingriffsfreies Messverfahren zur zeitlich und räumlich hochaufgelösten Bestimmung der Luftbewegung dar. Durch die Visualisierung der Luftströmungen sollen zukünftig neue Materialien, Technologien und Verfahren im Bereich Heizen/Kühlen/Lüften von Gebäuden entwickelt werden und so ein Beitrag in den Spezialisierungsfeldern „Nachhaltige Energie- und Ressourcenverwendung“ sowie „Gesundes Leben und Gesundheitswirtschaft“ erbracht werden. Weitere Informationen über die Veranstaltung und das vollständige Programm finden Sie unter www.nubau.de.

Aufgrund der geltenden Corona-Bestimmungen für Präsenzveranstaltungen kann die Veranstaltung auch online verfolgt werden. Eine Interaktion mit den Vortragenden ist allerdings nicht möglich. Die Veranstaltung ist durch die Ingenieurkammer Thüringen mit 16 Präsenzstunden à 45 Minuten anerkannt.

zuletzt editiert am 16.12.2021