Die neu erschienene Richtlinien-Reihe VDI 6002 gibt Planungshilfen für die solare Trinkwassererwärmung. Blatt 1 beschreibt die allgemeinen Grundlagen und die Anwendung im Wohnungsbau, während Blatt 2 sich auf die Anwendung im Nicht-Wohnungsbau konzentriert.
Die Richtlinie VDI 6002 Blatt 1 „Solare Trinkwassererwärmung; Allgemeine Grundlagen; Systemtechnik und Anwendung im Wohnungsbau“ behandelt schwerpunktmäßig Solaranlagen zur Trinkwassererwärmung für Mehrfamilienhäuser mit Kollektorflächen von typischerweise mehr als 20 Quadratmeter. Die Aussagen und Ergebnisse sind in vielen Fällen aber übertragbar auf Ein- und Zweifamilienhäuser. Sofern für diese kleinen Anlagen besondere Bedingungen vorliegen, wird darauf hingewiesen. Neben den Planungs- und Auslegungskriterien werden Hinweise zur Systemtechnik und Komponentenauswahl gegeben und die zu beachtenden Besonderheiten der Solartechnik beschrieben.
Technisch wie wirtschaftlich kann es sinnvoll sein, neben dem Verbraucher „Trinkwassererwärmung“ einen zweiten Verbraucher mit solarer Wärme aus einem einzigen Kollektorfeld zu versorgen. Das können zum Beispiel sein: Raumheizung, Raumluftkühlung oder Schwimmbeckenwassererwärmung in Hallenbädern.
Blatt 2 stellt ergänzend zu VDI 6002 Blatt 1 die Besonderheiten von solarthermischen Anlagen für den Nicht-Wohnungsbau dar, zum Beispiel in Studentenwohnheimen, Seniorenheimen, Krankenhäusern, Hallenbädern und auf Campingplätzen. Für diese Anwendungen beschreibt Baltt 2 Beispiele. Detailliert werden Bedarfsprofilen betrachtet, auf deren Basis solarthermische Anlagen geplant werden.
Herausgeber der Richtlinien-Reihe ist die VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik. Beide Blätter sind in deutscher und englischer Sprache erschienen. Weitere Informationen finden Sie unter www.vdi.de/6002 , das Inhaltsverzeichnis hier .