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400 Jahre altes Schwarzwaldhaus erwacht zu einem neuen energiesparenden Leben. (Abb.: Gefitas)

Gebäude + Energie 2012-06-13T00:00:00Z Schwarzwaldhaus spart Energie

Das Schwarzwaldhaus in Simonswald an der Wilden Gutach wurde um 1600 erbaut. Heute ist es beinahe ein Passivhaus. Übermorgen wird es ein Plusenergiehaus sein. Dann wird es, mit einer Fotovoltaikanlage ausgerüstet, die Energie für die Wärmepumpen selbst erzeugen.

Schwarzwaldhaus erhielt an den Wänden ein 18 cm dickes WDVS auf Mineralwollebasis, im Fundamentbereich eine 18 cm dicke Perimeterdämmung aus XPS und im Deckenbereich eine 26 cm dicke Zelluloseschüttung. Das große Dach ist durch die stark dimensionierte Geschossdeckendämmung vorerst vom beheizten Wohn- und Bürobereich abgetrennt.

                                                                                                               

Aufgeständerte Bodendämmung

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Feuchtigkeitssperre: Nach dem Ausrollen wird die Schutzfolie vom integrierten Selbstklebestreifen entfernt und die Bahnen untereinander verbunden. Der Dicht- und Klebstoff sichert im System haltbare Details. (Abb.: Gefitas)

Eine spezielle Dämmkonstruktion sahen die Planer (Ingenieurbüro Zero-Therm) für den großflächigen Boden des Hauses vor. Im ersten Schritt wurde der alte Holzboden entfernt, das Erdreich bis auf das unterste Niveau des Streifenfundaments ausgegraben und eine 18 cm dicke Betonplatte eingebaut. Die Absenkung des Bodens bis fast auf Fundamentunterkante ermöglicht im nächsten Schritt den Einbau einer großzügigen Fußbodendämmung. Die Bauherren entschieden sich für eine Zelluloseschüttdämmung zwischen 25 cm hohen Doppel-T-Trägern. Darauf liegen 22 mm dicke OSB-Platten und abschließend 35 mm dicke Holzfaserträgerplatten für eine Fußbodenheizung. Der Bodenaufbau weist einen U-Wert von 0.14 W/m²K auf.

                                                                                                               

Eine Wanne voller Dämmstoff

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Auch umständliche Details sind mit dem dehnbaren Fixierband in die Feuchtigkeitssperre integriert. (Abb.: Gefitas)

Dieses komplexe Boden-Dämmpaket, in dem darüber hinaus auch noch verschiedene elektrische Leitungen, Warmluftsysteme und Heizungsrohre verbaut sind, galt es, vor etwaiger aufsteigender Bodenfeuchtigkeit zu schützen. Die Bauherren entschieden sich für eine Feuchtigkeitssperre. Die hier eingesetzte "Gefitas 3/300" wurde auf der Betonplatte ausgerollt, untereinander mit den integrierten Selbstklebestreifen verklebt und an den Wänden wannenartig rund 40 cm hochgeführt. Die leichte und flexible Feuchtigkeitssperre konnte mit geringem Aufwand an die verschiedenen Oberflächen des alten Hauses angepasst und fachlich korrekt im System mit speziellen Klebebändern und Kartuschen-Klebstoffen verbunden werden. Auch kleinteilige "Fummelarbeit" an Fenstern und Nischen waren mit dieser Feuchtesperre in zuverlässiger Qualität schnell ausführbar.

Leichte Feuchtigkeitssperre

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Leichte nachträgliche Verlegung unter bereits vorhandene Haustechnik. (Abb.: Gefitas)

Vorhandene oder bereits vormontierte Haustechnik wurde bei der Verlegung kurzzeitig angehoben und die Bahnen darunter gelegt. Auch die verschiedenen Verklebungen sind ohne Flamme oder beispielsweise Heißbitumen schnell, geruchsfrei und sauber auszuführen. Für den Lastfall Bodenfeuchtigkeit gemäß DIN 18195 Teil 4 hat sich die "Gefitas 3/300" bewährt. Sie ist durch ihren 3 mm dicken Schaumrücken widerstandsfähig gegen mechanische Verletzungen und eignet sich auch für die Verlegung auf rauem, unebenem Betonuntergrund. So geschah es auch im vorgestellten Schwarzwaldhaus. Die Feuchtigkeitssperre schützt den Zellulosedämmstoff der Bodendämmung vor Bodenfeuchtigkeit.

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Schnitt durch die Dämmlösung am Streifenfundament. (Abb.: Zero-Therm)
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Isothermenverlauf im Fundamentbereich. (Abb.: Zero-Therm)

Bautafel

zuletzt editiert am 09. April 2021
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