Mit 23 Ausschreibungen ist in Hamburg der Sanierungsbedarf an Schulen in Deutschland am größte. Die abgebildete Schule Leuschnerstrasse gehört allerdings nicht mehr dazu – sie wurde bereits saniert. (Quelle: Martin Marheinecke, pixelio.de)

Betoninstandsetzung

13. April 2022 | Teilen auf:

Schulcheck: Wo ist der Sanierungsbedarf am größten?

Die Bundesgütegemeinschaft Instandsetzung von Betonbauwerken hat die Sanierungsaufträge für Schulen der 20 größten deutschen Städte untersucht und herausgefunden, wo der Baubedarf am größten ist. Dafür hat die Gemeinschaft insgesamt 358 öffentliche Ausschreibungen betrachtet.

Zudem hat die Bundesgütegemeinschaft analysiert, ob es sich bei den Vorhaben um Baumaßnahmen für Neubauten oder Instandsetzungsmaßnahmen handelt. Mit insgesamt 40 Ausschreibungen belegt Hamburg den ersten Platz bei der Anzahl der geplanten beziehungsweise ausgeschriebenen Baumaßnahmen. Dicht gefolgt wird die Hansestadt von Berlin mit 35 Ausschreibungen. Auf den dritten Platz landet Stuttgart mit 17 geplanten Baumaßnahmen an Schulen. Die zwei vorletzten Plätze belegen Frankfurt, Bielefeld und Dortmund mit je zwei Ausschreibungen sowie Nürnberg mit einer geplanten Baumaßnahme. Schlusslicht sind München und Dresden ohne Ausschreibungen für Bauprojekte an Schulen.

Der Sanierungsbedarf ist in Hamburg am größten

123 der untersuchten Ausschreibungen beziehen sich auf die Instandsetzung bereits bestehender Gebäude. Mit 23 Ausschreibungen ist der Sanierungsbedarf in Hamburg am größten. Auf dem zweiten Platz ist Berlin mit 21 geplanten Instandsetzungsmaßnahmen. In Essen stehen mit 14 Ausschreibungen die drittmeisten Sanierungen an. Dortmund, Bielefeld und Bonn weisen hingegen keine geplanten Instandsetzungsprojekte an städtischen Schulen auf. Ebenfalls wenig zu tun gibt es in Frankfurt am Main und Bremen mit jeweils lediglich zwei geplanten Maßnahmen. Den drittletzten Platz belegen mit je drei Projekten gleich fünf Städte: Münster, Düsseldorf, Leipzig, Bochum und Wuppertal.

In Hamburg und Berlin sind auch die meisten Neubauten geplant

Von den untersuchten Ausschreibungen beziehen sich insgesamt 85 auf den Neu- oder Anbau von Schulgebäuden. Die meisten davon finden sich erneut in Hamburg und Berlin. Hamburg plant derzeit 17 Maßnahmen an Neubauten und Berlin 14. Stuttgart belegt derweil den dritten Platz mit zehn geplanten Projekten. Das untere Ende des Rankings bilden Bielefeld, Köln, Bochum und Dortmund mit jeweils zwei Ausschreibungen. Keine Maßnahmen sind in Duisburg, Leipzig, Frankfurt und Nürnberg geplant. „Schulen in Deutschland sind gerade vom Gesichtspunkt der Energieeffizienz oft nicht auf dem neuesten Stand. Bildung und Klimaschutz treffen hier wie in kaum einem anderen Fall aufeinander. Wir sprechen uns daher dafür aus, den Investitionsstau in Schulen nicht nur bei der Digitalisierung, sondern auch bei den Gebäuden aufzulösen“, so Diplom-Ingenieur Marco Götze, Vorsitzender der Bundesgütegemeinschaft Instandsetzung von Bauwerken. Weitere Informationen >>>

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zuletzt editiert am 13.04.2022