So sah das fertig abgedichtet Einfamilienhaus in Ober-Olm aus. (Quelle: Schomburg)

Bauwerksabdichtung

30. March 2022 | Teilen auf:

Schneller dank Technik und „Aquafin-RB400“

Die mineralische Bauwerksabdichtung „Aquafin-RB400“ von Schomburg ist im Spritzverfahren eine schnelle und zuverlässige Lösung zur Bauwerksabdichtung. Nach Auffassung des Herstellers lohnt sich der Einsatz ab 100 Quadratmetern.

Bei einem Einfamilienhaus im rheinland-pfälzischen Ober-Olm Bauprojekt hat die ausführende Firma Pierzina Bau GmbH & Co. KG aus Klein-Winternheim gemeinsam mit dem Detmolder Systembaustoffhersteller Schomburg getestet, ob man mit der mineralischen Bauwerksabdichtung ein Bauprojekt schnell und zuverlässig abdichten kann.

Aus Sicht des mittelständischen Unternehmens ist der Test gelungen: Das Abdichten mit Maschinentechnik sei der händischen Verarbeitung weit überlegen. „Der Einsatz ist auch bei kleineren und mittleren Objektgrößen wie dem Haus in Ober-Olm mit 160 Quadratmetern Grundfläche sinnvoll - trotz der natürlich notwendigen Einrichtung und Reinigung“, sagt Christian Josef Pierzina, Geschäftsführer der Pierzina Bau GmbH & Co. KG. Als Faustregel gilt nach Angaben von Schomburg, dass sich der Einsatz einer Maschine bereits ab 100 Quadratmeter abzudichtender Fläche lohnt.

Auch hohe Stellen sind mit der Spritzlanze problemlos zu erreichen. (Quelle: Schomburg)

Aufgebracht wurde die mineralische Bauwerksabdichtung beim Objekt in Ober-Olm mit einer Peristaltik-Pumpe. Das Produkt kann mit einer Peristaltik-, einer Schnecken-Pumpe oder auch mit einem Airless-Spritzgerät verarbeitet werden. In allen Fällen profitiert der Verarbeiter von der geschmeidigen Konsistenz der Abdichtung, die als reaktiv abbindendes Material auch in der kalten Jahreszeit gut zu verarbeiten ist. In etwa 20 Minuten ist die Maschine eingerichtet und fördert die Bauwerksabdichtung mehr als 20 Meter weit. Gerade bei einem kleinen Objekt wie einem Einfamilienhaus muss die Pumpe auf Grund ihrer großen Reichweite nicht umgestellt werden, auch höhere Stellen sind einfach erreichbar.

Ein weiterer Vorteil ist, das mit „Aquafin-RB400“ nicht immer eine Grundierung notwendig ist, so Schomburg. Auch ein zusätzliches Glätten der Oberfläche sei nicht nötig. Das intuitive Arbeiten mit der Spritztechnik sei äußerst einfach und ermögliche ein professionelles und gleichmäßiges Erscheinungsbild der Abdichtung. Bei der zweilagigen Applikation könne frisch-in-frisch gearbeitet werden, die erste Lage werde durch das Spritzen nicht mechanisch beschädigt. Das Risiko von Fehlstellen sei deutlich verringert. Offenkundig ist der deutliche Zeitvorteil und der reduzierte Personalaufwand: Benötigen bei einer beispielhaften händischen Verarbeitung für 100 Quadratmeter im Schnitt vier Mitarbeiter rund zwei Tage für die Abdichtung, sind es bei der Spritzverarbeitung nach Angaben von Schomburg gerade einmal zwei Stunden mit zwei Mitarbeitern plus eine Stunde für das Reinigen der Spritzmaschine.
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„Eine sehr sichere Lösung“

Michael Schweibächer, technischer Vertrieb bei SCHOMBURG für den Großraum Mainz, Fulda, Koblenz und Wetzlar, betont im Interview die grundsätzlichen Vorteile der Spritzverarbeitung von „Aquafin-RB400“ und sagt, ab wann sich die Anschaffung einer Spritzmaschine lohnt.

Michael Schweibächer, technischer Vertrieb bei Schomburg für den Großraum Mainz, Fulda, Koblenz und Wetzlar ist von den Vorteilen der Spritzverarbeitung schon ab 100 Quadratmetern überzeugt. (Quelle: Schomburg)

Herr Schweibächer, für welche Verarbeitungsbetriebe lohnt sich die Verarbeitung mit Maschinentechnik?

Michael Schweibächer: „Wir sagen, wer mindestens sieben Keller im Jahr baut, für den lohnt sich die Anschaffung einer Spritzmaschine. Die Anschaffungskosten liegen, je nach Zubehör, unter 5.000,- EUR. Außerdem reduzieren sich die Personalkosten enorm, da der Einsatz von Spritztechnik wesentlich weniger Arbeitseinsatz erfordert. Schomburg steht darüber hinaus beratend zur Seite und bietet auch die entsprechende Baustellenbegleitung vor Ort an.“

Gibt es, neben dem hohen Einsparungspotenzial an Lohnkosten und der Beratungsleistung, weitere Vorteile gegenüber der händischen Verarbeitung?

Michael Schweibächer: „Ja. Ein wesentlicher Vorteil ist, dass auf Grund des hohen Drucks, mit dem die Abdichtung beim Spritzen aufgebracht wird, die Haftung auf dem Untergrund noch einmal deutlich besser als bei der händischen Verarbeitung ist. Poren und Lunker werden so besser verfüllt und es kommt fast nie zur Blasenbildung. Außerdem ist der Auftrag sehr gleichmäßig, was zu einem professionellen Gesamterscheinungsbild der Abdichtung führt. Die mineralische Abdichtung ;Aquafin-RB400‘ ist auf Grund ihrer Materialeigenschaften prädestiniert, hervorragende Ergebnisse zu erzielen. Insgesamt sprechen wir bei der maschinellen Verarbeitung also über eine sehr sichere Lösung für den verarbeitenden Betrieb.“

Es gibt immer wieder Vorbehalte, dass sich der Einsatz einer Spritzmaschine nur bei großen Objekten wirklich lohnt. Wie ist Ihre Empfehlung?

Michael Schweibächer: „Als Faustregel gilt, dass sich der Einsatz einer Spritzmaschine bereits ab einer abzudichtenden Fläche von 100 Quadratmetern lohnt. Wie man auch bei dem Objekt in Ober-Olm sieht, wurde die Abdichtung in nur wenigen Stunden mit zwei Personen aufgebracht. Unser Partner, die Pierzina Bau GmbH & Co. KG, steht beispielhaft dafür, wie sich kleinere und mittlere Bauprojekte immer wieder schnell und effizient mit Hilfe von Spritztechnik umsetzen lassen. Auch die Unabhängigkeit von externen Dienstleistern, die oft für die Abdichtungsarbeiten engagiert werden, ist in diesem Zusammenhang noch als großer Vorteil in Bezug auf die oftmals enge Zeitplanung eines Bauunternehmens zu nennen.“

zuletzt editiert am 30.03.2022