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Der mikrobielle Schaden lag hinter einem Deckenpaneel versteckt. (Abb.: Dr. Wolfgang Lorenz)

Schimmelpilze 2013-01-28T00:00:00Z Schimmelpilzsanierung und -vermeidung

Die verschimmelte Dichtung in der Dusche, ein Rohrschaden, ein undichter Waschmaschinenschlauch, eine undichte Stelle im Dach, Kondenswasser während der Heizperiode an Außenwänden oder zur Sommerzeit im Keller: Schimmelpilzschäden liegen ganz verschiedene Ursachen zugrunde. Bei einer Sanierung müssen diese ebenfalls beseitigt werden, um einen erneuten Befall zu verhindern.

Noch vor 20 Jahren hat man sich kaum Gedanken über die gesundheitliche Wirkung von Schimmelpilzen gemacht. Die Flecken auf der Tapete wurden einfach abgewaschen oder überstrichen. Erst mit der Gründung sogenannter Umweltambulanzen und der Einrichtung umweltmedizinischer Mess- und Beratungsdienste Anfang der 1990er-Jahre änderte sich die Situation einschneidend. Mediziner, Ingenieure, Chemiker und Biologen, die auf Empfehlung von Umweltmedizinern die Wohnung von Patienten auf Schadstoffe untersuchten, erkannten schnell, dass nicht die "böse" Chemie die häufigste Ursache einer Umwelterkrankung ist, sondern Mikroorganismen. Dass Schimmelpilzschäden in oder auf Bauteilen, in oder auf Hausrat massive Atemwegsbeschwerden, Hautreaktionen, Kopfschmerzen, Gelenkschmerzen und vieles andere mehr verursachen können, war eine neue, damals noch umstrittene Erkenntnis.

Inzwischen wird der Zusammenhang zwischen gesundheitlichen Symptomen und relevanten Schimmelpilzschäden in Innenräumen von Fachleuten nicht mehr angezweifelt. Wer hierzu mehr wissen möchte, der sollte die nationalen Leitfäden des Umweltbundesamtes (UBA) oder die WHO Guidelines "Dampness and Mold" studieren [1, 2, 3].

Versteckter Befall löst öfter Gesundheitsbeschwerden aus

Schimmelpilzschäden sind nicht immer mit bloßem Auge sichtbar. Vermutlich die meisten Schäden befinden sich an versteckten Stellen hinter Einbauschränken, Wand- und Deckenverkleidungen oder sind nur im Labor nachweisbar, vor allem bei einer mikrobiellen Besiedlung von Wandputzen und Dämmmaterialien. Somit sind Schimmelpilzschäden nicht immer mit einem "optisch wahrnehmbaren Schaden" verbunden. Teilweise geht mit Schimmel eine Geruchsbelastung einher, teilweise ist er aber auch gar nicht mit unseren Sinnen wahrnehmbar. Allerdings sind Schäden, die nicht wahrnehmbar sind, oft Auslöser für gesundheitliche Symptome.

Schwarze, grüne, gelbe Flecken auf Wänden und Decken führen oft schon bei geringer Ausdehnung zu großer Besorgnis bei den Betroffenen. Allerdings sind viele sichtbare Schäden hygienisch weniger bedeutsam als ausgedehnte Schäden in der Konstruktion, die man weder sieht noch riecht. Ein Grund ist, dass viele sichtbare Schäden nur die Oberflächen betreffen und somit nur eine relativ geringe Biomasse umfassen. Ein Schaden in der Dämmung einer Wand oder eines Fußbodens ist oft sehr viel ausgedehnter und wächst dreidimensional. Er umfasst meist eine größere mikrobielle Biomasse als ein oberflächlicher, lediglich zweidimensionaler Befall.

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zuletzt editiert am 09. April 2021
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