Zurzeit führt das Aachener Institut für Bauschadensforschung und angewandte Bauphysik (AIBAU) ein Forschungsprojekt zur „Instandsetzung von Schimmelpilzschäden durch Abschottung – Partikeldichtheit von Bauteilschichten“ durch. Silke Sous wird auf der 8. Berliner Schimmelpilzkonferenz am 15. März 2018 über erste Ergebnisse berichten.
Bei einem Wasserschaden gelangt auch Feuchtigkeit in Bauteile, zum Beispiel unter einen Estrich oder hinter Wandbekleidungen. Kann die Schadensursache nicht zeitnah beseitigt und das betroffene Bauteil im Innern getrocknet werden, besteht die Gefahr eines Schimmelpilzbefalls. In solchen Fällen stellt sich die Frage nach der fachgerechten Instandsetzung. Müssen Bauteile wegen der prinzipiellen Gefahr, dass in diesen ein mikrobieller Bewuchs entstehen könnte, ausgetauscht werden oder können trotz Feuchtigkeit gesundheitliche Gefahren ausgeschlossen werden? Hierzu können fachgerecht ausgeführte Abschottungen beitragen und so unnötig hohe Instandsetzungskosten vermeiden. Bei einer dauerhaft wirksamen Trennung der betroffenen Bereiche von Innenräumen durch geeignete Abschottungen sind keine gesundheitlichen Gefahren für Bewohner und Nutzer zu erwarten. Außerdem wird die im Fall eines Rückbaus mögliche Kontamination ganzer Raumbereiche oder gar ganzer Gebäude durch Schimmelpilzsporen verhindert.
Bei Abschottungen sind nicht nur die jeweilige Bauteilflächen, sondern auch die Randanschlüsse, zum Beispiel Fugen von Estrichen, zu berücksichtigen. Auch darf keine Geruchsbelästigung aus dem Bereich hinter der Abschottung im Innenraum entstehen.
Aber kann es überhaupt gelingen, die befallenen Bereiche dauerhaft abzuschotten? Und falls ja, für welche Bauteile ist dieses Verfahren überhaupt geeignet? Welche Voraussetzungen müssen für eine Instandsetzung vorliegen, um feuchte (und von Schimmelpilzen befallene) Bereiche von Innenräumen wirksam abzuschotten? Erste Antworten auf diese Fragen wird Silke Sous auf der 8. Berliner Schimmelpilzkonferenz am 15. März 2018 geben. Das vollständige Programm und weitere Informationen finden Sie hier.
