Ob durch unzureichende Planung oder falsche Verarbeitung – auch im Trockenbau kommt es leider immer wieder zu Mängeln. Trockenbau-Experte Peter Wachs gibt deshalb Hinweise, wie Planer, Handwerker und Sachverständige die Schadensursachen bei Deckenanschlüssen frühzeitig erkennen, bewerten und vermeiden können.
Beim Anschluss von leichten Trennwänden an die Rohdecke kommt es leider immer wieder zu Konstruktionen, die die bauliche Umgebung nicht berücksichtigen und deshalb zu Schaden im Trockenbau fuhren können. Wenn nämlich Trockenbauwände zwischen Decken eingespannt sind oder als Platten kraftschlüssig auf Wände verschiedener Baumaterialien aufgebracht werden, sind sie den aus den Bauteilbewegungen der Wände resultierenden, dynamischen Kräften schutzlos ausgesetzt.
Auftretende Spannungen zwischen den Bauteilen können durch eine Vielzahl von Ursachen hervorgerufen werden, etwa durch unterschiedliche Langenänderungen, durch Bauteilbewegungen, Windlasten, Setzungen oder Deckendurchbiegungen. Alles dies kann zu einer ungleichmäßigen Belastung einer Montagewand fuhren. Die Folge: Die Trennwand kann die Kräfte nicht mehr aufnehmen und es kommt zu einer Verformung oder im schlimmsten Fall einer Zerstörung der Wand.
Ständerprofil um 15 mm verkürzt ins UW-Profil einstellen
Nach ATV DIN 18340 ist die Befestigung der Unterkonstruktion von Trennwänden als starrer angespachtelter Anschluss (A) an Boden, Wand und Decke auszufuhren (siehe Merkblatt 3 „Gipsplattenkonstruktionen Fugen Anschlüsse“ des Bundesverbands der Gipsindustrie e. V.). Der Anschluss an das begrenzende Bauteil ist mit einer Anschlussdichtung auszufuhren.
