Die Jurysitzung fand nicht vor Ort sondern per Videokonferenz statt. (Quelle: Rudolf Müller Mediengruppe)
Die Jurysitzung fand nicht vor Ort sondern per Videokonferenz statt. (Quelle: Rudolf Müller Mediengruppe)

Bauwerkserhaltung

27. October 2021 | Teilen auf:

Sanierungspreis 2021: Mit Liebe zum Detail

Mitte September traf sich eine Jury aus rund 20 Baufachleuten vor ihren Bildschirmen, um virtuell die Sieger des Sanierungspreises 2021 zu küren. Einmal mehr zeigte die Qualität der eingereichten Projekte die ganze Bandbreite handwerklichen Könnens.

Fast schon Routine: Markus Langenbach führte souverän durch die digitale Veranstaltung. (Quelle: Rudolf Müller Mediengruppe)

Der Veranstaltungsraum war reserviert, die Einladungen an die Jurymitglieder nach Köln bereits versandt – und dann musste die Jurysitzung des Sanierungspreises 2021 pandemiebedingt doch wieder digital stattfinden. Also hieß es für Moderator Markus Langenbach von der Rudolf Müller Mediengruppe: Auf ins virtuelle Studio in der Kölner Innenstadt, um vor der grünen Wand umringt von Kameras und Licht die Jurorinnen und Juroren vor ihren Bildschirmen daheim oder im Büro begrüßen und durch die Veranstaltung zu führen.

Doch schon die letzte – und zugleich erste digitale – Jurysitzung im vergangenen Jahr hatte gezeigt, dass auch ein virtuelles Format hervorragend funktionieren kann. Eine solche Veranstaltung lebt vom individuellen Austausch, vom Gespräch zwischen den einzelnen Jurorinnen und Juroren. Dies ist auch via Bildschirm möglich, wie die Jurysitzung 2020 eindrucksvoll unter Beweis gestellt hatte. Und auch in diesem Jahr waren alle Beteiligten offen für das Format, bestens vorbereitet und nicht weniger diskussionsfreudig, als wenn sie leibhaftig aufeinander getroffen wären.

Die Pandemie hatte nicht nur Einfluss auf die Jurysitzung: Vermutlich auch bedingt durch den Materialmangel in vielen Gewerken gab es dieses Mal etwas weniger Einreichungen als in den vergangenen Jahren. Hinzu kommt ein Mangel an Fachkräften, der Vorgesetzte eher auf die Baustelle treibt als vor den Computer, um Material für den Sanierungspreis einzureichen. In der Kategorie „Ausbau“ hatte dies Folgen: Weil es nur wenige Einreichungen gab, konnten leider kein Preis vergeben werden.

Die ganze Sanierungsphase zählt

Dessen ungeachtet ist die Qualität der 47 eingereichten Projekte bemerkenswert: Sie zeugen alle von großem handwerklichen Können und einem hohen Niveau der Sanierungsleistungen in ihrem jeweiligen Gewerk. „Liebe zum Detail“ erkannte Dirk Bollwerk, ZVDH-Präsident, in den prämierten Objekten – leider scheiterte das in dem ein oder anderen Fall an einer zu geringen Zahl eingereichter Fotos und zum Teil sehr knapp gehaltenen Texten. „Zu einer Sanierung gehören nicht nur fertige Bilder, sondern die gesamte Sanierungsphase, denn das alles müssen die Juroren beurteilen“, so Johannes Schmitz, Vorsitzender Zimmerer-Verband Nordrhein. Auch in der für die Leser von B+B Bauen im Bestand besonders interessanten Kategorie Bauwerkserhaltung hätten es bei manchen Einreichungen gerne ein paar Bilder und einige Zeilen mehr sein dürfen. Nichtsdestotrotz wurden sowohl in der Kategorie Bauwerkserhaltung als auch in allen anderen würdige Gewinner gefunden, die – so viel sei bereits verraten – in ihrer Durchdachtheit und mit der geforderten Liebe zum Detail den Anspruch der Jury vorbildhaft erfüllen.

Dank gilt nicht nur den Jurymitgliedern, die mit ihrem Fachwissen und Engagement die Gewinner ermitteln, sondern auch den Einreichern, die mit ihren spannenden Objekten den Sanierungspreis mit Leben füllen.

Die Verleihung des Sanierungspreises 2021 findet am 17. Februar 2022 – so denn möglich – wieder in Präsenz in Köln statt. Haben Sie auch vorbildhafte Sanierungsleistungen erbracht? Reichen Sie Ihr Objekt ein, sobald die Bewerbungsphase für den Sanierungspreis 2022 startet. Mehr Infos dazu auf www.sanierungspreis.de.

Jurymitglieder

Die Jury setzt sich aus verschiedenen Experten, Vertretern der Rudolf Müller Mediengruppe sowie den Vorjahressiegern zusammen.

Kategorie Bauwerkserhaltung

  • Mark Semrau, Gewinner RM Sanierungspreis 2020
  • Gero Hebeisen,  Präsident Deutscher Holz- und Bautenschutzverband e.V. (Träger)
  • Hartmut Schwieger, Verband baugewerblicher Unternehmer Hessen (Träger)
  • Landesgütegemeinschaft Betoninstandsetzung und Bauwerkserhaltung Hessen-Thüringen
  • Monika Göddeker, Vorstandsmitglied BAKA Bundesverband Altbauerneuerung
  • Michael Henke, Management Programm B+B Bauen im Bestand

Kategorie Dach

  • Mario Fischer, Gewinner RM Sanierungspreis 2020
  • Dirk Bollwerk, Präsident ZVDH (Träger)
  • Monika Göddeker, Vorstandsmitglied BAKA Bundesverband Altbauerneuerung
  • Brigitte Latsch, Management Programm DD/H Das Dachdecker-Handwerk

Kategorie Holz

  • Mathias Fürderer, Gewinner RM Sanierungspreis 2020
  • Johannes Schmitz, Vorsitzender Zimmerer-Verband Nordrhein (Träger)
  • Monika Göddeker, Vorstandsmitglied BAKA Bundesverband Altbauerneuerung
  • Ulrich Wolf, Management Programm bmH bauen mit Holz

Kategorie Metall

  • Norbert Heinzlmeier, Gewinner RM Sanierungspreis 2020
  • Mirco Siegler, Präsident iib-international
  • Michael Kober, Referent Klempnertechnik, Behälter- und Apparatebau, ZVSHK (Träger)
  • Monika Göddeker, Vorstandsmitglied BAKA Bundesverband Altbauerneuerung
  • Klaus Siepenkort, Management Programm klempner magazin

Kategorie Fliesen

  • Michél Müller, Gewinner RM Sanierungspreis 2020
  • Bernd Zitzelsberger Leserbeirat F+P Fliesen und Platten
  • Monika Göddeker, Vorstandsmitglied BAKA Bundesverband Altbauerneuerung
  • Michael Schmidt-Driedger, Senior Management Programm F+P Fliesen und Platten
zuletzt editiert am 28.10.2021