In einem Mehrfamilienhaus in der Fürther Karolinenstraße wurden die Fensterlaibungen im Erdgeschoss mit einem Sandsteinsaniersystem Schritt für Schritt erneuert und optisch an das historische Original angepasst.

Die Karolinenstraße verläuft zentral durch die Fürther Südstadt. Das Mehrfamilienhaus mit der Sandsteinfassade stammt aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Im Erdgeschoss entstanden 2012 Wohnflächen. Die bislang vorhandenen Schaufenster wurden durch eine moderne Wohnverglasung ersetzt. Es galt, die neuen Fensterlaibungen optisch an die historischen Umrahmungen der oberen Geschosse anzupassen.


Sandstein-Fensterlaibungen: Vorarbeiten
Die neuen Fensterlaibungen sind vor allem durch den Einbau neuer Fenster nötig geworden. Um die einheitliche Optik der Fassade zu bewahren, wurde ein Material gesucht, dass in Farbe und Struktur dauerhaft dem Original angeglichen werden kann. Der verarbeitende Stuckateurmeisterbetrieb Kühner aus Langenzenn setzte dafür das Sandsteinsaniersystem "S³" ein. Zunächst entfernten die Mitarbeiter lose Bestandteile und tränkten brüchiges Gestein mit dem Sandsteinverfestiger "epasit sv", um einen tragfähigen Untergrund zu gewährleisten. Aus dem Sandsteinsaniermörtel "epasit ssm" und der Anmachflüssigkeit "epasit fx" wurde zunächst eine Haftschlämme und anschließend ein Sandsteinsaniermörtel angemischt und aufgetragen. Tiefe Ausbrüche füllte man auf mit grobem Sandsteinsaniermörtel.


Mörtel mit Standvermögen
Um den mechanischen Halt zu verbessern, brachten die Verarbeiter eine Metallarmierung an. Ein Zugkern aus Renoviermörtel "epasit 5in1" wurde hergestellt, darauf folgte der Feinzug aus demselben Material. Durch das Standvermögen des Mörtels und seiner Fähigkeit, bei größeren Schichtstärken keine Schwundrisse zu bilden, konnte der Grobzug hergestellt werden.

Sandsteinsaniermörtel wird in Farbe und Struktur angepasst
Der grobe Sandsteinsaniermörtel besitzt eine Körnung bis 1,2 Millimeter und ist erhältlich in sechs Standardfarben. Drei dieser Farbtöne wurden vor Ort, mit der dafür vorgesehenen Flüssigkeit "Fixal epasit fx" in weiß, angemischt. Den so entstehenden Mörtel brachten die Stuckateure mithilfe einer Schablone auf das Laibungsprofil auf.
Schleifpapier und Fungensaniermörtel sorgen für den Feinschliff


Nach der Trocknungszeit wurden die Oberflächen am folgenden Tag mit unterschiedlich grobem Schleifpapier nachbearbeitet. Zum Auffüllen der Fugen kam der Fugensaniermörtel "epasit fsm" zum Einsatz.
Weitere Informationen zum Sandsteinsaniersystem "S³" finden Sie unter www.epasit.de