In Zusammenarbeit mit dem Sächsischen Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft (SMEKUL) veranstaltet die Hochschule für Technik und Wirtschaft in Dresden am 25. und 26. April 2024 die 17. Sächsischen Radontage. Das Messen der Radonkonzentration sowie der Radonschutz stehen im Fokus der Veranstaltung.
Unter Berücksichtigung aktueller Entwicklungen sind die Sächsischen Radontage in drei thematische Schwerpunkte unterteilt: In Block I geht es um Ergebnisse aktueller Messprogramme zur Radonkonzentration in und außerhalb von Gebäuden. So berichtet Dr. Christian Rabel vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz über Radonmessungen an Arbeitsplätzen im Radon-Vorsorgegebiet Wunsiedel im Fichtelgebirge. Anschließend beschäftigt sich Dr. Tryggve Rönnqvist von den Radonova Laboratories mit Radon-Konzentrationen während und außerhalb der Arbeitszeit an Arbeitsplätzen und Schulen.
In Block II stehen Strategien, Maßnahmen und Kosten beim Radonschutz im Neubau im Vordergrund. Ein Erfahrungsbericht über den vor Radon schützenden Fußbodenaufbau in Schulen und Kindertagesstätten wird gefolgt von der Evaluierung der Wirksamkeit von Radondrainagen als Vorsorgemaßnahme in Neubauten. Zum Abschluss dieses Teils begutachten Prof. Dr. Walter-Reinhold Uhligund Dr. Gerhard Binker Radonschutzmaßnahmen in Industriehallen anhand von realisierten Beispielen.
Block III trägt die Überschrift: „Anamnese, Diagnose, Therapie – Beispielhafte Dokumentation von Sanierungsprozessen radonbelasteter Gebäude“. Pamela Jentner von der OrangePep GmbH & Co.KG referiert über zielsicheres Radon-Sniffing als maßgebliche Grundlage für eine kostensparende Sanierungsplanung. Martin Waltl von der LivAir GmbH betrachtet die Radon-Echtzeitmessung als Instrument zur Radondiagnostik und zur Steuerung des Sanierungsprozesses und Hannes Grünewald von der inVENTer GmbH stellt Möglichkeiten und Grenzen der Radonsanierung mittels dezentraler Lüftungssysteme im Bestand vor. Abschließend berichtet Marc Ellinger vom Radon-Informationszentrum über die Radonbelastung und -sanierung in beispielhaften Betriebsgebäuden der kommunalen Wasserversorgung.
Die Anerkennung der Fachtagung als Weiterbildungsmaßnahme durch einschlägige Architekten- und Ingenieurkammern ist wie gewohnt vorgesehen. Diese Veranstaltung richtet sich an Bauingenieure, Architekten und Baubiologen. Weitere Informationen >>>
