Die Rosenheimer Tür- und Tortage stehen am 5. und 6. Juni 2024 unter dem Motto „Klimasicher + smart“. Die 23 Vorträge thematisieren die Pflichten, aber auch Chancen, die sich durch Nachhaltigkeit und Klimasicherheit ergeben.
Die unverändert hohen CO2-Emissionen „heizen“ das Klima weiter an und die folgenden Wetterextreme verursachen hohe Schäden – die wissenschaftlichen Fakten sprechen eine klare Sprache. Die politischen Entscheidungen und deren Umsetzung sowie das Verhalten vieler Verbraucher seien jedoch zu langsam und die PR-Kampagnen der „fossilen Wirtschaft“ und Teile der Politik verzögerten die notwendigen Änderungen, so die Macher der Rosenheimer Tür- und Tortage. Sie sind dennoch davon überzeugt, dass sich die Tür- und Torbranche diesen Herausforderungen stellen muss und sie gleichzeitig als Chance sehen sollte, mit „zukunftsfähigen“ Bauprodukten private, gewerbliche und öffentliche Bauherren zu gewinnen.
Diese Position zeigt gleich der Auftakt der Rosenheimer Tür- und Tortage, den traditionell der Leiter des ift, Prof. Jörn P. Lass, übernimmt. Er berichtet in seinem Vortrag über die neue EU-Bauproduktenverordnung und darüber, ob und wie bei der Verordnung Nachhaltigkeit und Klimaresilienz berücksichtigt werden. Zwei weitere Key-Speaker nehmen sich dem Klima-Team an: Prof. Dr. Winfried Heusler, Ingenieurbüro Heusler, informiert zu Nachhaltigkeit, Resilienz und Digitalisierung als Treiber der Tür- und Torbranche, Prof. Christian Niemöller, SMNG Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, über Nachhaltigkeit und klimaresilientes Bauen als Vertragsleistung mit neuen Verantwortlichkeiten für Auftragnehmer. Die sicherheitskritische Betrachtung von elektronischen Bauteilen aus der Hacker-Perspektive ist Gegenstand des Vortrags der Key-Speaker Bastian Heilos und Michael Steigerwald, VTRUST GmbH, ein allgemeiner Ausblick auf die wirtschaftliche Lage der Bauwirtschaft 2025 sowie Wege aus der Baukrise werden von Martin Langen, B+L Marktdaten, betrachtet.
Im Themenblock „Nachhaltigkeit & Klimasicherheit“ informiert Christian Kehrer (ift) zu „Anforderungen und Nachweismöglichkeiten für klimaresiliente Bauteile“, Christoph Seehauser (ift) zu „Kenngrößen für Nachhaltigkeit im Unternehmen ohne Greenwashing“ und Robert Krippahl (ift) zu „Anforderungen und geeignete Nachweise der Klimaresilienz von Türen und Toren“.
Der Themenblock „Normung“ vermittelt Änderungen der „Neuen Maschinenverordnung und Anpassungen zur bestehenden Maschinenrichtlinie mit Anforderungen der EN 12453 und EN 16005“ (Benedikt Pulver, TÜV SÜD), den aktuellen Stand der Produktnorm für Tore (Olaf Heptner, Obmann WG 5) so- wie die „(Leichtsinnige) Kreativität auf der Baustelle mit einer fragwürdigen Interpretation normativer Regeln (Gerd-Joachim Müller, ö.b.u.v. Sachverständiger für Tore, Sonnenschutz, Rollladen).
„Unternehmensführung“, „Glas“, „Sicherheit“, „Praxis“ sowie „International“ sind weitere Themenblöcke auf den Rosenheimer Tür- und Tortagen. Gelegenheit zum Netwerken und zum Austausch bietet der Festabend mit bayerischem Ambiente am Mittwochabend in der Festhalle vom Schloss Hohenaschau. Das detaillierte Tagungsprogramm und Anmeldungsmöglichkeiten finden Sie hier .
