„Nachhaltig in die Zukunft“ – so lautet das Motto der diesjährigen Rosenheimer Fenstertage, die am 9. und 10. Oktober stattfinden. Die Organisatoren vom ift Rosenheim stellen die Chancen in den Vordergrund, die der Umbau der Wirtschaft zu mehr Nachhaltigkeit und Klimaresilienz der Baubranche bietet.
Institutsleiter Prof. Jörn P. Lass wird zum Auftakt am Mittwoch, den 9. Oktober, konkret berichten, wie sich Unternehmen optimal auf die Herausforderungen von Nachhaltigkeit und Klimaresilienz vorbereiten und die Anforderungen der „EU-Green Claim Directive“ und der Taxonomie nutzen können. Marcel Dresse (B+L Marktdaten) verrät anschließend, welches Marktpotenzial in dem Thema steckt. Der Nachhaltigkeitsexperte Christoph Seehauser (ift) zeigt, welches „Universum“ sich hinter dem Wort Nachhaltigkeit verbirgt und welche Details, Maßnahmen und Anforderungen die Hersteller kennen sollten. Wetterextreme wie Hitzewellen, Starkregen oder Hagelstürme sind als Folge des Klimawandels die andere Seite der Medaille. Hierüber berichtet Prof. Dr. Norbert Gebbeken (Universität der Bundeswehr) und tituliert die Katastrophenvorbeugung als zentrale Aufgabe der Bau- und Immobilienwirtschaft. Was dies konkret für Fenster, Fassaden, Türen und Tore bedeutet und welche Anforderungen und geeignete Nachweise zu beachten sind, zeigt Robert Krippahl (ift).
Im zweiten Block „Glas“ geht es ebenfalls um Nachhaltigkeit: Michael Elstner (BF, Bundesverband Flachglas) berichtet über den aktuellen Stand von Glas in der Kreislaufwirtschaft und den Recyclingprozessen. Carolin Lamprecht (ift) gibt Tipps zu praktischen und baurechtlichen Aspekten beim Einsatz von Glas in Verkehrsbereichen bei Türen und Fenstern und Prof. Dr. Geralt Siebert (Universität der Bundeswehr München) informiert über die „kreativen“ Möglichkeiten, die die Überarbeitung der DIN 18008 für die Glasbemessung bietet. Abgerundet wird das Vortragsprogramm am Mittwoch durch den bayerischen Festabend am Mittwoch mit Austausch, Netzwerken und Feiern.
Die neuen Inhalte des RAL-Montageleitfadens
Am Donnerstag stehen dann vier weitere interessante Themenblöcke auf dem Programm. Nachdem die Analyse eines anspruchsvollen Fassadenprojekts aus der Perspektive von Planer, Bauherr/Investor und ausführender Firma die Teilnehmer 2023 begeistert hat, wird im Block „Architektur und Fassade“ nun das Deutschlandhaus in Hamburg unter die Lupe genommen. Im Praxisblock widmet sich Knut Junge (ift ConTec) den Auswirkungen der neuen DIN 18040 „Barrierefreies Bauen“. Dr. Joachim Hessinger (ift Rosenheim) zeigt, wie Fenster und Beschattung zu planen sind, um ein Optimum an Energieeffizienz zu erreichen, und das mit idealer Tageslichtversorgung. Im Block „Fenster“ informiert Wolfgang Jehl (ift) über die neuen Inhalte des RAL-Montageleitfadens 2024 und Andreas Schmidt (ift) stellt die neue ift-Richtlinie „Vandalismus“ vor, in der Anforderungen an Bauelemente beschrieben werden, die dem Vandalismus trotzen können.
Im Block „Markt“ berichtet Dennis Janik (BMWSB) über den aktuellen Stand der neuen EU-Bauproduktenverordnung und auf welche neuen Anforderungen sich die Fenster- und Fassadenbranche einstellen muss. Danach folgt der „Berliner Talk“, bei dem Thomas Drinkuth (RTG, Repräsentanz Transparente Gebäudehülle), Jochen Grönegräs (BF, Bundesverband Flachglas) und Frank Lange (VFF, Verband Fenster + Fassade), über aktuelle Trends bei Förderungen, Markt und Gesetzgebung berichten. Zum Abschluss analysieren Prof. Christian Niemöller (SMNG Rechtsanwaltsgesellschaft) und Prof. Dr. Winfried Heusler (Ingenieurbüro Heusler) die relevanten technischen und juristischen Aspekte, die bei der Gebäudesanierung zu beachten sind.
Das vollständige Programm sowie die Anmeldemöglichkeit finden sich hier .
