Am 3. und 4. April 2025 finden in Dresden die Sächsischen Radontage statt. Seit 2005 treffen sich Radon-Fachleute und Interessierte einmal im Jahr, um sich über neue Erkenntnisse zu den Grundlagen des Radonschutzes, zum radonsicheren Bauen sowie zu aktuellen Forschungsergebnissen auszutauschen.
In diesem Jahr konzentriert sich die Tagung zu Beginn auf den aktuellen Stand und Entwicklungen im Radonschutz. Unter anderen berichtet Dr. rer. nat. Eric Petermann vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) über Methodik, Ergebnisse und Anwendungen von Radon-Innenraumprognosen in Deutschland und Dr. rer. nat. Maria Gomolka, der ebenfalls beim BfS tätig ist, beschäftigt sich anschließend mit der Erforschung strahlenbiologischer Veränderungen auf der Grundlage von Radon-Biobanken. Im zweiten Block steht dann die DIN/TS 18117-2 und damit das neue Regelwerk für den bau- und lüftungstechnischen Radonschutz im Vordergrund. Am 4. April geht es am Morgen im dritten Block um den Radonschutz im Neubau.
Beispielhafte Sanierungen radonbelasteter Gebäude
Im abschließenden vierten Block präsentieren die Referenten beispielhafte Sanierungsprozesse radonbelasteter Gebäude: Dipl.-Geol. Robert Georgi von der EXradon GmbH beschreibt die serielle Radonsanierung von Industrie- und Gewerbestandorten am Beispiel eines Firmengeländes im bayrischen Selb. Anschließend referiert Dipl.-Ing. Toni Müller von der Wismut GmbH über die Untersuchung und Radonsanierung eines teilunterkellerten Altbaus im sächsischen Bad Schlema. Dipl.-Ing. Richard Zinken und Dipl.-Geol. Heiko Herold von der Radea Stammhaus GmbH stellen die Sanierung eines Gebäudes mit einem hohen Anteil Radonaktivitätskonzentration aus den Baustoffen vor. Zum Abschluss der Veranstaltung erläutert Dr. rer. nat. Michael Westphal von RadonTracer anhand eines Praxisbeispiels den Einfluss von Jahres- und Kurzzeitmessungen auf den Sanierungserfolg.
Die Sächsischen Radontage werden vom Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL), der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden (HTW), der Staatlichen Betriebsgesellschaft für Umwelt und Landwirtschaft (BfUL) und dem Kompetenzzentrum für Forschung und Entwicklung zum Radonsicheren Bauen und Sanieren (KORA e.V.) sowie weiteren Experten zum radonsicheren Bauen und Sanieren organisiert. Weitere Informationen >>>
