B+L Marktdaten GmbH aus Bonn stellte am 09.11.2012 Ergebnisse ihrer neuen Sanierungsstudie Vertretern aus Bauzulieferindustrie und Handel vor. Da die Untersuchung nach 2008 und 2010 bereits zum dritten Mal durchgeführt wurde, lassen sich Trends in allen Bereichen der Sanierung erkennen: allgemein und auf Bauteile im Detail bezogen.
Für die Studie wurden im August/September 2012 über 960 private Bauherren für den Wohnungsbau und 100 Architekten für den Nichtwohnungsbau befragt. Einleitend prognostizierte B+L weiteres jährliches Wachstum im Sanierungsmarkt: 2013 plus 4 %, 2014 plus 3 %, 2015 plus 1,1 %. Aber auch danach sei, aufgrund der dann abflachenden Neubautätigkeit, mit weiterem Wachstum zu rechnen. Ein für das Bauhandwerk positiver Effekt aus den Folgen des demografischen Wandels wurde deutlich hervorgehoben: Die Nachfrage nach Sanierungen durch Handwerksbetriebe werde künftig zulegen. Denn die einkommensstärkere Altersgruppe "45 plus" steige seit Jahren und auch künftig weiter an. Und das sei genau die Gruppe, die typischerweise Sanierungsmaßnahmen durch Handwerker erbringen lassen. Da, ebenfalls durch den demografischen Wandel bedingt, der Anteil der jüngeren, weniger finanzkräftigen Altersgruppe sinke, werde der Do-it-yourself-Anteil gleichzeitig weiter abfallen. Zudem zeige die Studie, dass im Sanierungsmarkt der bauausführenden Unternehmer der dominierende Berater des Bauherren ist, sei es nun bei Maßnahmen an Außenwänden, Dach und Fassaden, am Keller oder im Bad. Durch eine durch das Internet zunehmend besser informierte Klientel steige somit die Anforderung an die Beratungskompetenz des ausführenden Unternehmers.
Die etwa 250-seitige B+L Sanierungsstudie 2013 mit einer Vielzahl von Sachinformationen über Motive, Budgets, Informationswege des Endverbrauchers im Sanierungsmarkt sowie Auswertungen nach Sanierungstrends in einzelnen Gewerken und Regionen ist für 870 Euro zzgl. MwSt. unter www.marktdaten.de käuflich erwerbbar.
