Zukünftig können EPD-Daten (Daten zu Europäischen Umweltproduktdeklarationen) mit wenigen Klicks in die Datenbank „Ökobaudat“ übertragen werden. Damit erhalten Planer, Architekten und Auditoren für die Gebäudebewertung uneingeschränkten Zugriff auf nachhaltigkeitsrelevante Produktinformationen. Eine entsprechende Schnittstelle hat das Institut Bauen und Umwelt (IBU) auf der BAU 2015 vorgestellt. Außerdem wurden weitere Schritte zur gegenseitigen Anerkennung der Produktdeklarationen innerhalb der EU unternommen.
Die neue Baustoffdatenbank „Ökobaudat“ des Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) listet Informationen zur ökologischen Verträglichkeit von Bauprodukten. Mittels einer neuen Schnittstelle können IBU-Mitgliedsfirmen die EPD-Daten ihrer Produkte kostenfrei an die „Ökobaudat“ übertragen. Zudem stellte das IBU den „ Bauteileditor “ vor. Das webbasierte Tool des BBSR soll es Planern und Architekten ermöglichen, aus einzelnen Baustoffen und Baukomponenten Ökobilanzen für ganze Bauteile zu generieren.
Dänischer Programmhalter erkennt deutsche EPDs an
Um die gegenseitige Anerkennung von EPDs in Europa voranzutreiben haben das IBU und der dänischen EPD-Programmhalter DTI (Danish Technological Institute) die gegenseitige Anerkennung der Produktdeklarationen beschlossen.
Mit dem türkischen Baustoffverband IMSAD vereinbarte das IBU auf der BAU 2015 eine Absichtserklärung zum Aufbau eines türkischen EPD-Programms, für das das IBU mit seinen Erfahrungen unterstützend zur Seite stehen will.
Das IBU betreibt als einzige Organisation in Deutschland ein branchenübergreifendes EPD-Programm für Bauprodukte auf Basis der ISO- und CEN-Normung. Die im April 2012 veröffentlichte europäische Norm EN 15804 liefert die Grundlage für europaweit gültige EPDs und wird von der Bauproduktenverordnung (BauPVO) empfohlen. Die entsprechenden Vorgaben wurden vom IBU als erstes EPD-Programm in Europa umgesetzt.
Weitere Informationen finden Sie auf der Seite des IBU .
