Mit der Wahl eines neuen Vorstands hat die RAL-Gütegemeinschaft energieeffiziente Gebäude e. V. am 30. Juli 2015 neue Ziele konkretisiert. Unter der Leitung von Dipl.-Ing. Michael Mahler möchte das Vorstandsteam unter anderem Nachhaltigkeitsaspekte, die sich schon bei der Produktion von Bauprodukten ergeben, mit in die Prüfungen zum „RAL-Gütezeichen energieeffizientes Bauen“ aufnehmen.
Neben dem neuen Vorsitzenden Mahler haben die Mitglieder der Gütegemeinschaft Dipl.-Ing. Matthias Kruse zum zweiten Vorsitzenden und Dipl.-Ing. Friedemann Stelzer zum Obmann gewählt. Zugleich wird der Sitz der Gemeinschaft nach Saarbrücken verlegt, wo Mahler ein Ingenieurbüro mit Schwerpunkt Energieberatung betreibt.
Energie aus der Produktion in die Berechnung einbeziehen
Zunächst möchte der neue Vorstand die Öffentlichkeitsarbeit vorantreiben und das von der Gemeinschaft vergebene „RAL-Gütezeichen Energieeffizientes Gebäude“ (RAL-GZ 965) in der digitalen Welt sichtbarer machen. Darüber hinaus ist angedacht, mittelfristig den Nachhaltigkeitsaspekt auf die Herstellungsenergie auszuweiten, also die Energie zu berücksichtigen, die in die Produktion der eingesetzten Baustoffe einfließt.
Das „RAL-GZ 965“ zeichnet neue und sanierte Immobilien mit besonders niedrigem Energieverbrauch aus. Voraussetzung: Ein unabhängiger Sachverständiger, der sogenannte Güteprüfer, bestätigt, dass wahlweise die Planung oder auch Planung und Bauausführung den Vorgaben des Gütezeichens entsprechen. Grundlage dafür ist ein bundesweit einheitlich geltender, produkt- und herstellerunabhängiger Kriterienkatalog. Auf ihn greifen Kommunen beim Ausarbeiten spezieller Förderprogramme ebenso zurück wie Architekten beim Planen energetisch anspruchsvoller Bauvorhaben oder Sanierungen. Bauherren gewinnen mit der externen Qualitätskontrolle durch den Güteprüfer zusätzlichen Schutz vor Baumängeln und können einschätzen, wie energiesparend ihr Haus wirklich ist.
Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der RAL-Gütegemeinschaft energieeffiziente Gebäude e. V.
