Am 13. und 14. März, also bereits kommende Woche, erwartet die 31. Tagung Natursteinsanierung die Teilnehmenden mit einem vielfältigen Vortragsprogramm. Neben zahlreichen, vorbildlichen Restaurierungsbeispielen werden im GenoHotel Karlsruhe neue Forschungsergebnisse zur substanzschonenden Reinigung von verwitterten Natursteinen und die Probleme in der Erhaltung historischer Schieferdeckungen präsentiert.
Den Auftakt am Freitag, den 13. März, macht bei der Tagung Natursteinsanierung in diesem Jahr der Vortrag über die Reinigung von verwitterten Natursteinen. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf dem optimalen Kompromiss zwischen dem Erhalt der Originalsubstanz und der Wiederherstellung ursprünglicher feuchtetechnischer Steineigenschaften.
Anschließend werden die Restaurierungen der Grabskulpturen der Grafen von Moers in St. Pantaleon in Köln und der Zugangsportale in Sanssouci und Rheinsberg vorgestellt. Bei den nahezu identischen Portalen mussten die Maßnahmen an die unterschiedlichen Erhaltungszustände angepasst werden, weshalb der Vortrag von Andreas Rentmeister von der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg die Überschrift „Gleich und doch verschieden“ trägt und beide Maßnahmen miteinander vergleicht.
Turmhelm in Basel, Zierelemente in Frankfurt
Außerdem werden die Instandsetzung des Turmhelms der Elisabethenkirche in Basel und die Neufertigung der filigranen neugotischen Zierelemente der nördlichen Vorhalle des Doms St. Bartholomäus in Frankfurt genauer unter die Lupe genommen. In Frankfurt wurden in einer handwerklichen Meisterleistung zahlreiche Fehlstellen, schadhafte Abgüsse und Mörtelantragungen aus den 1970er Jahren entsprechend der noch vorhandenen Bauzierelemente ergänzt. Ein weiteres Beispiel für eine gelungene interdisziplinäre Restaurierung ist der neugotische Kirchturmhelm von San Lurench in Sent. Er gehört zu den sehr frühen Betonbauwerken und wurde aus Fertigteilelementen hergestellt. In Karlsruhe wird gezeigt, was das 2024 abgeschlossene Projekt auszeichnet.
Ergänzend zu den Vorträgen findet eine kleine Fachmesse zu verschiedenen Produkten, Kartierungssoftware und Fachliteratur statt. Eine Schulung zum Kartierungsprogramm metigoMAP wird am Donnerstag, den 12. März, angeboten.
Ziel der Exkursion am Samstag, den 14. März, ist das Salemer Münster. Martina Goerlich vom Landesamt für Denkmalpflege im RP Stuttgart stellt dessen frühklassizistische Ausgestaltung als Leitschicht für die praktische Denkmalpflege vor. Zur Konservierung des lokalen Molassesandstein liegen 29 Jahre Erfahrung vor, über die Vertreter der Firma AeDis berichten. Weitere Informationen und Anmeldung >>>
