Naturdämmstoffe FNR
Das Demonstrationszentrum Bau in Münster hat Langzeitversuche mit Naturdämmstoffen durchgeführt: Die Ergebnisse nach rund elf Jahren sind vielversprechend. (Abb.: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe)

Gebäude + Energie 2016-10-21T00:00:00Z Naturdämmstoffe bestehen Dauertest

Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen verlieren ihre Gebrauchstauglichkeit auch in einem Zeitraum von mehr als zehn Jahren nicht. Das hat die Handwerkskammer Münster anhand der im Demonstrationszentrum „Bau und Energie“ eingebauten Naturdämmstoffe nachgewiesen.

Die Handwerkskammer Münster stellte ihr Demonstrationszentrum „Bau und Energie“ im Jahr 2004 fertig. Das Gebäude soll auf Baumaterialien aus nachwachsenden Rohstoffen und neuartige Konstruktionen aufmerksam machen und so deren Bekanntheit und Akzeptanz steigern.

Im Münsteraner Demonstrationszentrum wurden unter anderem Dämmstoffe aus Flachs, Hanf, Zellulose, Holzspänen und Holzfaserdämmplatten verbaut und mit Messfühlern versehen. Die Ergebnisse nach rund elf Jahren zeigen, dass die Wärmeleitfähigkeit der Dämmmaterialien über den gesamten Zeitraum nahezu konstant niedrig blieb und die eingesetzten Dämmstoffe für einen sehr guten, dauerhaften Wärmeschutz sorgen. Feuchtemessungen ergaben zudem, dass sich in keiner Wand- oder Deckenkonstruktion Kondenswasser angesammelt hat.

Auch bei der Öffnung einzelner Bauteile wurden die Messergebnisse bestätigt: Die eingebauten Dämmstoffe wiesen hinsichtlich ihrer Beschaffenheit und ihres Zustandes durchweg positive Ergebnisse auf. Sie waren weder durchfeuchtet noch von sichtbarem Schimmel befallen, auch konnten keine Beschädigungen oder Konstruktionsveränderungen oder andere Auffälligkeiten nachgewiesen werden.

Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen kommen immer noch verhältnismäßig selten zum Einsatz. Die durchgeführten Untersuchungen zeigen, dass die Vorbehalte gegenüber diesen Materialien nach heutigem Kenntnisstand unbegründet sind. Mit der Langzeitstudie wurden sowohl die hochwertige Qualität als auch deren Funktionalität belegt.

Informationen über die verschiedenen Wandkonstruktionen und -aufbauten finden Sie beim Demonstrationszentrum Bau.

Das entsprechende Vorhaben wurde über das Förderprogramm „Nachwachsende Rohstoffe“ vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft über den Projektträger Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) gefördert. Informationen stehen auf fnr.de im Bereich Projektförderung unter dem Förderkennzeichen 22007213 zur Verfügung.

zuletzt editiert am 09. April 2021
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