Titelseite des Modernisierungsratgebers
Auf 20 Seiten erklärt der aktualisierte „Modernisierungsratgeber“ der Initiative Elektro+, was bei einer Modernisierung der Elektroinstallation zu beachten ist. (Quelle: Elektro+)

Bauwerkserhaltung 2023-06-22T08:05:29.713Z Modernisierung der Elektroinstallation

Der aktualisierte „Modernisierungsratgeber“ der Initiative Elektro+ soll Immobilienkäufern, aber auch Besitzern eines in die Jahre gekommenen Eigenheims Tipps geben, wo man bei einer Modernisierung in Sachen Elektroinstallation besonders genau hinschauen sollte und was bei der Planung zu beachten ist.

Laut Studie „Der private Baumarkt 2022“ vom Fachschriftenverlag ist der meistgenannte Grund für eine Renovierung mit 82,6 Prozent der Befragten der Wunsch nach Energieeinsparung und Kostensenkung, dicht gefolgt von der Verbesserung von Wohnqualität und Komfort mit 74,1 Prozent und Werterhalt beziehungsweise -zuwachs der Immobilie (68,7 Prozent). Die Anzahl der in den eigenen vier Wänden genutzten elektrischen und kommunikationsfähigen Geräte ist im Zuge der Digitalisierung stark angestiegen. All diese Anwendungen benötigen eine erweiterte Infrastruktur in Form von Verteilern, Schutzeinrichtungen sowie Kabel- und Leitungsanlagen. Zum Teil sind auch neue Zählerplätze für die Photovoltaikanlage, eine Wärmepumpe oder Ladeeinrichtung fürs Elektroauto erforderlich. Und oft trügt der Schein: Auch wenn in manch älterem Haus Steckdosen und Leitungen sauber und neu aussehen, sagt das noch lange nichts über den Zustand der Elektroinstallation aus. Nach spätestens 35 Jahren sind Sicherheit und Funktionstüchtigkeit einer unsanierten Elektroanlage nicht mehr gewährleistet.

Tipps zu Ausstattungsstandards für die optimale Modernisierung

In der Broschüre „Modernisierungsratgeber“ sind Standards und weitere Werte für die optimale Ausstattung einer modernen und zukunftsfähigen Elektroinstallation beschrieben. Insbesondere zur Anzahl und richtigen Anbringung von Steckdosen informiert die Richtlinie RAL-RG 678. Sie gibt Hinweise, wo und wie viele Stromkreise vorzusehen sind. Alle Geräte mit einem hohen Stromverbrauch, wie zum Beispiel Elektroherd, Waschmaschine, Wäschetrockner oder Durchlauferhitzer, benötigen einen separaten Stromkreis mit eigener Absicherung. Ein weiteres Beispiel sind Fehlerstromschutzschalter. Sie sind erst seit 2007 für alle Steckdosen und seit 2018 für alle Beleuchtungsstromkreise Pflicht. Also ist die Wahrscheinlichkeit bei älteren Immobilien hoch, dass nur ein oder gar kein FI-Schutzschalter verbaut wurde.

Sind grundsätzliche Aspekte der benötigten Modernisierung geklärt, sollte man prüfen, welche Möglichkeiten sich noch anbieten: Die Broschüre beleuchtet Aspekte wie Türkommunikation und Zugangskontrolle, Energieeffizienz, Einbruchmelde- und Gefahrenwarnanlagen, Elektromobilität, Multimedia oder Smart Home. Die aktualisierte Fassung des „Modernisierungsratgebers“ der Initiative Elektro+ finden Sie hier .

zuletzt editiert am 22. Juni 2023
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