Carbonfasern unter dem Mikroskop
Carbonfasern unter dem Mikroskop (Quelle: TU Dresden/Marco Liebscher)

Betoninstandsetzung

25. January 2023 | Teilen auf:

Methoden für eine stabilere Verbindung

Carbonfasern werden aufgrund ihrer sehr hoher Steifigkeit und Festigkeit immer häufiger in der Bauindustrie eingesetzt. Für Beton ist diese Verbindung bei höheren Temperaturen aber nicht immer ausreichend stabil.

Carbonbeton gilt als ein Baustoff der Zukunft: Leicht, flexibel und deutlich weniger Ressourcenverbrauch als bei Stahlbeton. Die Instabilität bei höheren Temperaturen gehört zu den noch zu lösenden Problemen dieser Verbindung. Das Institut für Baustoffe und das Institut für Statik und Dynamik der TU Dresden haben in Zusammenarbeit mit der Shanghai Jiao Tong Universität in China erforscht, mit welchen Methoden eine stabilere Verbindung möglich ist. Dazu gehören sowohl technologische als auch physikalisch-chemische Ansätze, die eine verbesserte Faser-Matrix-Wechselwirkung bei verschiedenen Temperaturen erzielen können. Dabei wurden sowohl textiltechnische Ansätze – wie beispielsweise geeignete Beschichtungs- oder Imprägnierungsmaterialien – als vielversprechend identifiziert, als auch physikalisch-chemische mittels Plasmabehandlungen oder elektrochemischer Abscheidung.

In einem großen Übersichtsartikel der renommierten Fachzeitschrift „Progress in Materials Science“, konnten die Wissenschaftler der TU Dresden und der Shanghai Jiao Tong Universität nun einer großen Fachöffentlichkeit die verschiedenen Modifizierungsmethoden vorstellen, die eine verbesserte Lastübertragung zwischen Kohlenstofffasern und zementbasierten Matrices ermöglichen sollen.

zuletzt editiert am 25.01.2023