Die Zukunft steht in Dortmund: Das EnergiePlusHaus erwirtschaftet mehr Energie als es verbraucht selbst unter deutschen Klimabedingungen. Das Beispiel für energieeffizientes und nachhaltiges Bauen hat sein Zuhause am Zukunftsstandort PHOENIX See gefunden. Die Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH (DEW21) holte es ins Ruhrgebiet.
Das "Haus der Zukunft" steht ab sofort unter der Adresse Am Remberg 84 in Dortmund-Hörde täglich außer montags in der Zeit von 11.00 bis 18.00 Uhr allen Besuchern offen. Es informiert mit einer Ausstellung und einer täglichen Führung über die Möglichkeiten des energieeffizienten und nachhaltigen Bauens. Vor Ort erhalten Besucher hierzu eine qualifizierte Beratung. Der Eintritt ist
frei.
Das EnergiePlusHaus ist Teil des "Handlungsprogramms Klimaschutz 2020" der Stadt Dortmund. Innerhalb des Handlungsprogramms sind die energetische Altbausanierung, der effektive Umgang mit Strom und der Ausbau der erneuerbaren Energien von besonderer Bedeutung für die CO2-Minderung.
Das EnergiePlusHaus leistet als erste Adresse für Information und Orientierung zu den Themen Energieeffizienz und Nachhaltigkeit einen wichtigen Beitrag zum Handlungsprogramm. Es wurde ursprünglich von Studenten der Technischen Universität Darmstadt unter der Leitung von Prof. Manfred Hegger mit Unterstützung des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) entwickelt und ist ein prototypisches Anschauungsobjekt der BMVBS-Forschungsinitiative "Zukunft Bau".
Vor dem Hintergrund der energie- und klimapolitischen Ziele der Bundesregierung übernahm das BMVBS im Jahr 2007 die Schirmherrschaft über den deutschen Beitrag beim Solar Decathlon Wettbewerb 2007 in Washington D. C.. Das EnergiePlusHaus gewann den Wettbewerb. Das Dortmunder Ausstellungshaus ist ein vergrößerter Nachbau dieses Siegerhauses. Als Wanderausstellung geplant, tourte es von 2009 bis Anfang 2011 durch deutsche Großstädte.
Detailinformationen zum EnergiePlusHaus
Das EnergiePlusHaus vereint moderne Architektur und Energieeffizienz. Im Fokus stehen dabei insbesondere die technischen Raffinessen des stromproduzierenden Solarhauses. Alle Außenwände, das Dach sowie die Fenster sind hoch wärmedämmend. Wärmespeicher in Form von so genannten Phasenwechselmaterialien (Phase Change Materials / PCM) in Wänden und Dach sorgen für ein ausgeglichenes Raumklima. Sie nehmen die solar und intern gewonnene Wärme auf und geben sie zeitversetzt wieder ab. Moderne Haustechnik minimiert den Energiebedarf und die Stromversorgung erfolgt über Photovoltaik-Module auf dem Dach und in der Fassade. Der überschüssige, nicht vom Gebäude genutzte Strom wird ins Netz eingespeist. Zur Warmwasserbereitung ist zusätzlich ein Flachkollektor in das Dach integriert. Diese Komposition moderner Technologien macht die Energiebilanz möglich.
Die Innenausstattung des Gebäudes fordert mit moderner Video- und Präsentationstechnik sowie Schnittmodellen der Bauteilaufbauten alle Sinne des Besuchers. Eine integrierte Ausstellung richtet sich an Verbraucher, Bauherren und Eigentümer von kleineren Immobilien. Außerdem wird hier über Themen wie Energiesparendes Bauen (Energieeinsparverordnung, Energieausweise, Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz), über aktuelle Förderprogramme und Unterstützungsmöglichkeiten (CO2-Gebäudesanierungsprogramm, KfW-Förderung), neueste technische Lösungen auf dem Gebiet des energiesparenden Bauens (Forschungsinitiative Zukunft Bau) sowie über verschiedene Konzepte beim Energiesparenden Bauen und Modernisieren informiert. Das barrierefreie Modellgebäude besteht überwiegend aus nachwachsenden, naturnahen und recycelbaren Materialien.
Weitere Informationen finden Sie unter: www.energieeffizienz-dortmund.de
