2013_06_18_FLiB_Leckagen
Häufige Problemstellen der Gebäude-Luftdichtheit nach räumlicher Zuordnung: Bauteilflächen (1), Übergänge zwischen Bauteilen bzw. Bauteilanschlüssen (2), Durchdringungen (3) und Funktionsfugen (4). (Grafik: FLiB e. V.)

Luftdichtheit 2013-06-18T00:00:00Z Luftdichtheit: Typische Leckagen zusammengestellt

Der Fachverband Luftdichtheit im Bauwesen (FLiB e. V.) hat auf seiner Internetseite einen Überblick über verbreitete Problemstellen zusammengestellt, auf die man sowohl beim Planen und in der Bauphase als auch bei Luftdichtheitstests besonders achten sollte.

Beim Überprüfen der Gebäude-Luftdichtheit stoßen Sachverständige immer wieder auf die gleichen Schwachpunkte. Diese sind teils auf mangelnde Planung und die Ausführung der luftdichtenden Ebene zurückzuführen, teils aber auch auf Unachtsamkeiten beim anschließenden Innenausbau.

Vielfach treten Leckagen in den Bauteilflächen auf. Diese können entstehen, wenn Materialien wie Folien und Plattenwerkstoffe, die die Luftdichtheitsschicht bilden, an Stößen oder Überlappungen unsachgemäß verklebt werden. Genauso problematisch sind unverputzte Mauerwerksflächen: Solche Fehlstellen im luftdichtenden Innenputz finden sich häufig hinter Vorwandinstallationen oder in Höhe des Fußbodenaufbaus. Später angebrachte Gipskartonplatten und Fußleisten machen sie zwar unsichtbar, aber keineswegs folgenlos.

Spezielles Augenmerk erfordern auch die Übergänge zwischen Bauteilen beziehungsweise zwischen Bauteilen und Bauteilanschlüssen. Die Anschlüsse zwischen Innen- und Außenwänden bei Leichtbaukonstruktionen erweisen sich als ebenso anfällig für Luftdichtheitsfehler wie die Einbindung von Holzbalkendecken in (auch massive) Außenwände sowie Anschlüsse zwischen Fußboden und Wand. Als weitere häufige Schwachstellen lassen sich Anbindungen von Dampfbremsfolien, die zugleich als Luftdichtheitsschicht dienen, an Massivbauteile und Holzkonstruktionen ausmachen, aber auch Anschlüsse von Fenstern, Fensterbänken, Rollladenkästen und Türen.

Der vielfach zitierte „Wind aus der Steckdose“ ist das klassische Beispiel für Leckagen, die aufgrund von Durchdringungen der Luftdichtheitsebene entstehen. Dabei kommt es bei planmäßigen Durchdringungen mit Kaminen, Installationsschächten, Sparren bei Sichtdachstühlen, sanitären Rohrleitungen oder Elektroleitungen ebenso zu Problemen mit der Luftdichtheit wie beim nachträglichen Einbau von Steckdosen, Schaltern und Einbauleuchten. Letzterer führt nicht selten zu unbeabsichtigten oder gar unbemerkten Beschädigungen der Luftdichtheitsschicht.

Die am wenigsten problematischen, da vergleichsweise einfach zu beseitigenden Leckagen liegen im Bereich von Funktionsfugen. Dennoch gehören undichte Schließfugen und Beschläge an Fenstern, Türen und Dachbodentreppen zu den immer wieder festgestellten Schwachstellen.

Die kurze Übersicht findet man unter www.luftdicht.info . Dort werden auch weitere FAQs beantwortet, die gerade aktuell ergänzt wurden.

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Aufgrund ihrer zentralen Rolle beim Bauen und bei der Erreichung klimapolitischer Ziele ist die Luftdichtheit von Gebäudehüllen fest in der Gesetzgebung verankert. Doch die vielen separaten Regelwerke führen noch häufig zu Unsicherheiten bei der Planung und Ausführung.

zuletzt editiert am 21. Juni 2024
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