Der Fachverband Luftdichtheit im Bauwesen (FLiB e. V.) erweitert seinen „Leitfaden Luftdichtheitskonzept“ um eine Checkliste für den Mauerwerksbau. Die Liste greift zwölf in Bezug auf die Luftdichtheit potentiell kritische Punkte auf: vom Innenputz der Außenwände bis zum Einbau von Dachflächen- und Gaubenfenstern. Sie eignet sich auch für die Beurteilung von Baumaßnahmen im Bestand.
Ging es im ersten Teil des Leitfadens vor allem um das Planen, Ausschreiben und Koordinieren einfacher Luftdichtheitskonzepte, widmet sich die Checkliste nun der Sichtkontrolle ihrer Umsetzung. Sie soll vor allem Bauherren dabei unterstützen, sich selbst einen ersten Eindruck von der Qualität der Bauausführung zu verschaffen. Architekten können die Liste in Form einer gedruckten Broschüre verwenden, um Bauherren besser in den Bauprozess einzubeziehen. Der Fachverband bietet die Möglichkeit, den nunmehr erweiterten Leitfaden mit dem firmeneigenen Logo zu versehen.
Beispielhafte Prinzipskizzen lenken den Blick auf die luftdichtheitsrelevanten Details, ein Begleittext gibt Hinweise, worauf es bei deren fachgerechter Umsetzung ankommt. „Zusätzlich muss man die idealerweise als Teil eines Luftdichtheitskonzepts vorhandene, konkrete Detailplanung zu Rate ziehen, sonst lassen Soll und Ist sich nicht seriös miteinander vergleichen“, erläutert FLiB-Geschäftsführer Dipl.-Ing. Oliver Solcher den Gebrauch der Checkliste. Das Bewerten erfolgt dann über ein dreistufiges Ampelsystem, wobei Gelb bedeutet: Der Bauherr ist unsicher, ob das Detail nach den vereinbarten Vorgaben ausgeführt wurde. Spätestens dann ist die Expertise des baubegleitenden Sachverständigen gefragt. Allerdings erhebe die Checkliste keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ersetze nicht ein Abnahmeprotokoll.
Das Dokument steht zum kostenlosen Download und zum Bestellen unter www.flib.de bereit.
