Im Rahmen einer Tiefgarageninstandsetzung hat GPC Grund- und Projekt-Consult ein Monitoring-System entwickelt, das Korrosion an der Bewehrung von Stahlbetonkonstruktionen frühzeitig und zerstörungsfrei erkennt.
Kern des Systems bilden eine mit Chloridwasser beaufschlagte Referenzelektrode und ein Mikrokontroller als Datenlogger. In der Versuchsphase wurden Messelektroden an aktiven Bewehrungsstäben bei vorhandenen Rissen in der Bodenplatte verbaut. Mit derselben Elektrodentechnik wurde auch die Referenzelektrode im Bereich der Entwässerungsrinne ausgeführt. In einem nach unten geschlossenen Gehäuse wurde die Elektrode mit einem Bewehrungsstahl eingelegt und verkabelt. Der „Plombenbeton“ wurde gelocht betoniert, das Tausalzwasser dringt so zum Stahl vor und löst eine Korrosion aus, deren Messergebnisse denen der Flächenelektroden gegenübergestellt werden kann.
Zur Anwendung kommen für den dauerhaften Einbau im Beton Feststoffelektroden, mit denen Potentialmessungen durchgeführt werden. Eingesetzt wird eine Silber-Silberchlorid-Elektrode, die mit einer speziellen durchlässigen Hüllkonstruktion versehen ist. Diese Elektroden sind zur linearen, bis zu 50 Meter langen Überwachung von Staumauern, Bergbahnfundamenten oder Spannlitzen im Brückenbau entwickelt worden. Diese wurden für das System modifiziert und in gekürzter Länge eingesetzt. Eine Kontroll- und Loggereinheit überwacht das Bauteil und zeichnet die Daten auf eine SD-Karteneinheit auf.
Das System kann bei sowohl bei der Sanierungen als auch bei Neubauten zur Korrosionskontrolle eingesetzt werden.
