Den Aufstieg in die 1. Fußball-Bundesliga hat der 1. FC Köln geschafft. Pünktlich zum Saisonstart sind auch die Umbauarbeiten am mehr als 60 Jahre alten Clubhaus abgeschlossen. Dabei wurde die Terrasse, die einen Ausblick über das Trainingsgelände bietet, neu gestaltet und mit einer Flächendrainage versehen.
Die großzügige Fläche aus 33 mm dickem Betonwerkstein im Format 40 x 40 cm bietet viel Platz: für Fußball-Fans und Trainingsbeobachter ebenso wie für Ruhesuchende. Sie wurde nun mit der Flächendrainage „AquaDrain HU“ des Herstellers Gutjahr versehen. An den Übergängen zum Innenraum setzten die Verarbeiter die Drainroste „AquaDrain Flex“ ein. Damit soll die dauerhafte Entwässerung der Belagskonstruktion sichergestellt werden.
Auch höher belastbare Flächen werden oft auf Kies oder Splitt verlegt. Da Kies und Split kapillaraktiv sind, ist es möglich, dass Wasser auf der Abdichtungsebene über die Konstruktion wieder nach oben wandern kann. Zu diesem Ergebnis war eine Untersuchung des Instituts Für Textile Bau- und Umwelttechnik Greven (tBU Greven) gekommen. In der Folge können Feuchteflecken, Frostschäden und Verunkrautung der Fugen entstehen.
Nach Angabe des Herstellers Gutjahr verhindert die Flächendrainage „AquaDrain HU“, dass Wasser in den Belag aufsteigt. Die Drainage stelzt den Belag komplett auf, wodurch ein drainfähiger Hohlraum entsteht. Sickerwasser kann so ungehindert abfließen. Auf der Oberseite verhindert ein wasserdurchlässiges Spezialvlies Schäden. Damit sich kein Sickerwasser auf der Folie staut, ist die Flächendrainage zudem unterseitig gelocht. Zusätzlich dient das System als Schutzlage und Filterschicht. Dabei ist das System hochbelastbar. Die neue Terrasse des Kölner Clubhauses kann in Zukunft befahren werden.

Übergänge schwellenlos ausgeführt
Eine weitere Anforderung bestand in den Übergängen von der Terrasse zu den Innenräumen: Sie sollten regelgerecht schwellenfrei ausgeführt werden. Nach DIN 18195, Teil 5 müssen Abdichtungen aber 15 Zentimeter über der Oberkante des Belags hochgeführt werden. Das soll verhindern, dass Wasser hinter die Abdichtung läuft und in den Innenraum gelangt. Deshalb führte man die Übergänge mit dem „Drainrost3 System AquaDrain Flex“ desselben Herstellers aus. Sie fangen das Wasser am Übergang von außen nach innen ab und leiten es in die angeschlossene Hochleistungs-Flächendrainage ab. Damit sich die Drainschicht nicht zusetzen kann, verfügen die Drainroste serienmäßig über ein Schmutzgitter. Weil sich die Bodenabläufe unmittelbar vor den Türen befinden, wurden sie komplett mit einer zweiten Drainrost-Linie überbaut. Dadurch wird das Oberflächenwasser der Terrassenfläche, die mit Gefälle zum Gebäude ausgeführt wurde, aufgenommen und über die Abläufe abgeführt.
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