Der Sandsteinfußboden des Doms wurde mit einem Heißwasser-Hochdruckreiniger vom Schmutz befreit. Quelle: Kärcher
Der Sandsteinfußboden des Doms wurde mit einem Heißwasser-Hochdruckreiniger vom Schmutz befreit. Quelle: Kärcher

Bauwerkserhaltung

06. May 2021 | Teilen auf:

Kärcher reinigt den Kölner Dom

Im Rahmen seines Kultursponsorings kooperiert Kärcher mit der Dombauhütte des Kölner Doms. Derzeit reinigt das Unternehmen im Zuge dieser Zusammenarbeit den historischen Sandstein- und Mosaikboden. Darüber hinaus stellt Kärcher Know-how und Technik für künftige Arbeiten zur Verfügung.

Bisher wurden die Böden des UNESCO-Weltkulturerbes manuell gereinigt. Jetzt kommt erstmals moderne Technik zum Einsatz: Aus den Poren des Sandsteinbodens im Kirchenschiff lösen die Reinigungs-Spezialisten mit einem Heißwasser-Hochdruckreiniger in Verbindung mit einem Flächenreiniger den Schmutz mit 80 °C heißem Wasser und 1–2 Bar Druck heraus. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Die 4000 m² sind deutlich heller als zuvor und die Strukturen des Steins wieder erkennbar. Parallel zum Reinigungsprozess wird das Schmutzwasser sofort aufgenommen. Vorab wurde bei gemeinsamen Tests mit den Steinrestauratoren der Dombauhütte ein gleichermaßen wirksames wie schonendes Verfahren erarbeitet.

Kärcher und die Dombauhütten haben bereits 2019 bei der behutsamen Reinigung des mittelalterlichen Trachytmauerwerks am Chor zusammengearbeitet. Der stellvertretende Dombaumeister Dr. Ing. Albert Distelrath freut sich über die erneute Kooperation: „Wir sind sehr dankbar für die Unterstützung. Zusammen mit Kärcher und der Steinrestaurierung der Dombauhütte haben wir ein schlüssiges Gesamtkonzept zur Reinigung der Böden im Dom entwickelt, das wir auch in Zukunft weiterführen und weiterentwickeln wollen.“

Für die dauerhafte Unterhaltsreinigung aller Böden im Dom stellt Kärcher eine Scheuersaugmaschine für die größeren Flächen und eine kleinere Maschine für schwerer zugängliche Bereiche zur Verfügung. Zudem werden die Mitarbeiter der Dombauhütte in der Anwendung und Wartung der Geräte geschult.

Die auf dem Mosaikfußboden in Chor und Vierung über Jahrzehnte aufgetragene Wachs- und Pflegemittelschicht wird mit einer oszillierenden Einscheibenmaschine von Kärcher entfernt. Quelle: Kärcher

Prächtiger Mosaikfußboden wird mit spezieller Technik gereinigt

Ein eigenes Teilprojekt ist die Reinigung und Konservierung des 1.300 m² großen Mosaikbodens im Kirchenchor und in der Vierung durch die Restauratoren der Dombauhütte, Jasper Völkert M. A. und Dipl.-Rest. Sandra Williger. Der prächtige Fußboden ist das größte Kunstwerk im Kölner Dom. Die Mettlacher Firma Villeroy & Boch erstellte ihn erst kurz nach der Vollendung der Kathedrale in den späten 1880er- und 1890er-Jahren. In zahlreichen Mosaikbildern wird die Geschichte des Erzbistums Köln, die christliche Weltordnung, das menschliche Leben und der mittelalterliche Kosmos dargestellt. Die hier über Jahrzehnte aufgetragene Wachs- und Pflegemittelschicht wird mit einer oszillierenden Einscheibenmaschine von Kärcher entfernt. Im Anschluss führen die Restauratoren Konservierungsarbeiten an dem Mosaik aus. Abschließend wird eine neu aufgetragene Wachsschicht mit einer Kärcher-Poliermaschine eingepflegt.

Kärcher hat nach eigenen Angaben im Rahmen seines Kultursponsoring-Programms seit 1980 weltweit rund 150 Denkmäler gereinigt. Dazu zählen die Kolonnaden des Petersplatzes in Rom, das Brandenburger Tor in Berlin, die Christusstatue in Rio de Janeiro, die über 3.300 Jahre alten Memnonkolosse im oberägyptischen Luxor und die Präsidentenköpfe am Mount Rushmore. Die Reinigungen seien stets in enger Zusammenarbeit mit Denkmalschützern, Restauratoren und Kunsthistorikern durchgeführt worden, so Kärcher. Auf der Website von Kärcher gibt es weitere Informationen zum Kultursponsoring des Unternehmens.