Zur Restaurierung von Baudenkmälern bietet die Firma Schott verschiedene Architekturgläser. Die Gläser werden im traditionellen Fourcoult-Verfahren hergestellt und sind in ihrem Erscheinungsbild Fensterglas verschiedener Epochen nachempfunden. Ihre mögliche Anwendung reicht von Bauten im Bauhausstil über Jahrhundertwendebauten bis hin zu Bauten des 18. und 19. Jahrhunderts.
Das Glas „TIKANA“ eignet sich insbesondere für die Restaurierung von Bauten im Bauhausstil. Es erlaubt nach Angabe des Herstellers bei einer leicht unregelmäßigen Oberfläche, zeitgemäßen bauphysikalischen Eigenschaften gerecht zu werden. Jüngst wurde das Glas im Tränenpalast in Berlin und im Kaufhaus Schocken in Chemnitz eingesetzt.
Im Tränenpalast kombinierte man das Glas auf der Innenseite mit einer thermobeschichteten Floatglasscheibe, um die Anforderungen an den Wärmeschutz zu erfüllen. Beim Kaufhaus Schocken wurden die Glasscheiben mit einer Sonnenschutzbeschichtung ausgestattet und mit einem Verbundsicherheitsglas kombiniert, um den geforderten Sicherheitsanforderungen gerecht zu werden.
Das Glas „RESTOVER“ ähnelt um die Jahrhundertwende gefertigtem Fensterglas. Seine geringe Dicke erlaubt den Einbau in historische Fensterrahmen und -profile. Mit der Variante „Light“ steht zudem eine stärker strukturierte, mundgeblasenem Glas ähnelnde Oberflächenvariante zur Verfügung.
„GOETHEGLAS“ ist ein farbloses, gezogenes Glas mit der unregelmäßigen Oberfläche von Fenstergläsern vor allem des 18. und 19. Jahrhunderts. Es eignet sich auch zur Außenschutzverglasung, um beispielsweise wertvolle Bleiverglasungen vor Umwelt- und Witterungsschäden zu bewahren.
Neben den maschinengezogenen Restaurierungsgläsern bietet der Hersteller mehrere Architekturgläser, zum Beispiel mit strukturierter oder auch verspiegelter Oberfläche.
