Schimmelpilze 2013-06-19T00:00:00Z Jede zweite Schimmelpilzsanierung ist fehlerhaft

Laut einer Umfrage des Instituts Peridomus gehen fast 90 Prozent der befragten Architekten, Bausachverständigen, Sanierungsunternehmer sowie Juristen davon aus, dass bundesweit jede zweite Sanierung bei Schimmelpilzbefall nicht fachgerecht ausgeführt wird.

Die Befragung wurde im Rahmen des 3. Würzburger Schimmelpilz Forums zum Thema Schimmelpilzbelastungen in Neubauten und bei Gebäuden im Bestand am 8. und 9. März 2013 durchgeführt. Rund 120 Teilnehmer aus Deutschland und Österreich beteiligten sich daran. Danach geht die Mehrheit der Befragten sogar davon aus, dass 70 Prozent dieser Sanierungen fehlerhaft sind.

Folgesanierungen haben kostenintensive Zweitsanierungen zur Folge. Kosten, die laut Dr. Gerhard Führer, Leiter des Instituts Peridomus und Sachverständiger für Schadstoffe in Innenräumen, vermeidbar wären. Die Hauptgründe sind Fehleinschätzungen der beteiligten Sanierungsunternehmen. Darin sind sich immerhin 83 Prozent der Befragten einig. Dabei würde eine mikrobiologische Bestandsaufnahme vor der Sanierung wichtige Erkenntnisse liefern, Hinweise auf die auszuführenden Arbeiten geben und so einer Folgesanierung vorbeugen. Auch kann mit einer systematischen Vorgehensweise der Schadensumfang eingegrenzt werden, um unnötige Kosten zu vermeiden.

Initiator und Veranstalter des Würzburger Schimmelpilz Forums ist das peridomus Institut Dr. Führer. Der Tagungsband kann kostenlos als pdf-Datei über www.peridomus.de angefordert werden. Im nächsten Jahr findet das Fachforum am 21. und 22. März statt.

www.Schimmelpilzforum.info

zuletzt editiert am 09. April 2021
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