Die Deckenuntersichten und -unterzüge sowie die Stützen des „Aurums“ in Köln wurden mit „Stocrete TS 136“ ertüchtigt. Der Untergrundbeton wurde in die Altbetonklasse A3 eingestuft. (Quelle: Stocretec GmbH)

Betoninstandsetzung

24. February 2022 | Teilen auf:

Intelligente Luftporentechnologie

Die Trockenspritzbetone „Stocrete TS 126“ und „Stocrete TS 136“ reduzieren nach Angaben von Stocretec die Instandsetzungshäufigkeit für Altbetonbauwerke. Sie verfügen über spezielle Luftporen, die die Zerstörung der Zementsteinmatrix durch gefrierendes Wasser drastisch reduzieren.

Betone geringerer Festigkeiten weisen in der Regel eine höhere kapillare Wasseraufnahme und eine höhere Abwitterung bei Frostangriff auf. Das macht sie weniger widerstandsfähig. Nach kurzer Zeit zeigt der Beton lokale Abplatzungen. Die Zerstörung setzt sich sukzessive mit jedem Frost fort, die Betondeckung wird zerstört, die Bewehrung durch Korrosion gefährdet und die Oberfläche unansehnlich. Schuld an diesem Schadensmechanismus ist die Volumenvergrößerung von gefrierendem Wasser in den Kapillarporen des Betons. Das Volumen des Eises übersteigt das Volumen der Pore und zerrüttet dadurch die Zementsteinmatrix.

Die neuen Instandsetzungsbetone von Stocretec wurden speziell für Untergrundbetone der Altbetonklassen A2 und A3 entwickelt. Sie verfügen nach Angaben des Herstellers über eine geringere Festigkeit und einen geringeren E-Modul. Zugleich zeichneten sie sich durch eine außerordentliche Dauerhaftigkeit aus. Dies werde mit Hilfe einer intelligenten Technologie erreicht: Die Trockenspritzbetone enthalten gezielt eingebrachte Spezialluftporen in einer bestimmten Menge, Größe und Verteilung. Diese künstlichen Poren entwässern die Kapillarporen des Betonersatzes bei sinkenden Temperaturen und leiten so die Sprengkraft des Eises kontrolliert ab. Darüber hinaus weisen „Stocrete TS 126“ und „Stocrete TS 136“ eine drastisch reduzierte kapillare Wasseraufnahme auf, so Stocretec. Sie nähmen nur 17 Prozent der gemäß Regelwerk maximal zulässigen Menge an Wasser auf.

CDF-Verfahren belegt Dauerhaftigkeit bei XF4

Den Nachweis für die Widerstandsfähigkeit der beiden Instandsetzungsbetone bei Frostangriff mit Tausalz lieferte das CDF-Verfahren. Ein Beton oder Betonersatz besteht diese Prüfung, wenn die Abwitterung an seiner Oberfläche 1500 g/m² nicht überschreitet. Er gilt dann als dauerhaft und darf der Expositionsklasse XF4 zugewiesen werden. Etwa 170 g/m² Abwitterung zeigten die beiden neuen Trockenspritzbetone bei dieser Prüfung. Dies entspricht einem Anteil von circa 12 Prozent der Vorgabe des Regelwerks und belegt die ausgezeichnete Frost-Tausalz-Beständigkeit. Weitere Informationen erhalten Sie auf der Website von Stocretec.

zuletzt editiert am 24.02.2022