Die Propstei Johannesberg bietet kommende Woche ein Seminar zur Instandsetzung historischer Mauerwerke an. Anhand von Schadensbildern werden Sanierungsmöglichkeiten vorgestellt und die Ausführung der Instandsetzungsmaßnahmen beleuchtet.
Mauerwerkstechniken sind bereits seit tausenden Jahren bekannt und bewährt. In Deutschland gibt es mehrere hunderttausend denkmalgeschützte Mauerwerksgebäude, teilweise über tausend Jahre alt. Diese historischen Mauerwerke sind wichtige Zeitzeugnisse regional zum Teil sehr unterschiedlicher Entwicklungen, deren Erhaltung eine besondere Herausforderung darstellt, denn ihre Konstruktionsprinzipien und Wirkungsweisen unterscheiden sich zum Teil erheblich von den modernen Konstruktionen.
In dem zweitägigen Fachseminar am Donnerstag, 24. April, und Freitag, 25. April 2025, werden die Entwicklungen der unterschiedlichen Mauerwerke in Bezug auf Konstruktion, Materialität und Technologie vorgestellt und ihre Besonderheiten herausgearbeitet. Darauf aufbauend, können diese bewertet und typische Schadensbilder eingeordnet werden. Zu den einzelnen Schadensbildern werden – unter Berücksichtigung der Funktionsprinzipien – Sanierungsmöglichkeiten vorgestellt und die Ausführung der Instandsetzungsmaßnahmen beleuchtet.
Moderne Anforderungen vs. Denkmalschutz
Ein weiterer Schwerpunkt wird die Vorstellung der Techniken und Materialien sowie deren praktische Verarbeitung sein. Darüber hinaus wird auf die Möglichkeiten einer bestandsverträglichen Ertüchtigung historischer Mauerwerke unter Berücksichtigung veränderter Anforderungen eingegangen – das betrifft zum Beispiel energetische Aufwertungen oder Abdichtungsmaßnahmen. Im Fokus steht hierbei der Feuchte- und Schadsalzhaushalt der Bauteile. Das Seminar richtet sich an Planende und Ausführende sowie an Angehörige von Verwaltungseinrichtungen, die sich mit der Instandsetzung historischer Mauerwerke beschäftigen. Weitere Informationen und Anmeldung >>>
