Am 20. Februar 2025 findet im Kongresszentrum der Dortmunder Westfalenhallen das 31. Fachsymposium „Betoninstandhaltung heute für die Zukunft“ statt. Im Fokus der Veranstaltung der Landesgütegemeinschaft Instandsetzung von Betonbauwerken NRW e.V. (LIB NRW) steht das Thema Nachhaltigkeit.
Auf dem jährlich stattfindenden Fachkongress informieren hochkarätige Experten über aktuelle Themen aus der Betoninstandsetzung. 2025 macht Dr.-Ing. Carola Edvardsen vom dänischen Ingenieurbüro Cowi mit einem Vortrag über die „Selbstheilung von Rissen in Beton in wasserundurchlässigen Betonkonstruktionen – Erfahrungen aus der Praxis und Folgerungen“. Dabei geht sie auf die Bedingungen der Selbstheilung von Rissen ein und belegt sie mit Beispielen aus ihrer 30-jährigen Erfahrung als Betonexpertin bei internationalen Bauvorhaben.
Die „Ersatzbaustoffverordnung - Anforderungen für die Betoninstandsetzungsbranche“ lautet das Thema von Dipl. Geogr. Stephan Haupenthal von der Unternehmensberatung SH-Management aus Hattingen. Ausgehend von der These, dass sich durch das In-Kraft-Treten der Ersatzbaustoffverordnung die gesetzliche Grundlage für die Verwertung von Rückbau- und Abbruchstoffen maßgeblich verändert hat, geht der Referent auf die wichtigen Schnittstellen von Ersatzbaustoffverordnung und Betoninstandsetzungsbranche ein. An praktischen Beispielen wird gezeigt, welchen Einfluss die Betoninstandsetzung auf die zukünftige Ressource „Recyclingbaustoff“ haben kann und welche möglichen Auswirkungen zukünftig daraus für die Betoninstandsetzungsbranche erwachsen könnten.
Nachhaltigkeit bei der Instandhaltung und KI als Schadensdetektiv
Um „Nachhaltigkeitsaspekte der Instandhaltung von Betonbauwerken – Umweltfreundliche Materialien und Verfahren“ geht es im Vortrag von Dr.-Ing. Tim Schade vom Deutschen Beton- und Bautechnik-Verein e.V. Es stimme zwar, dass Instandhaltung an sich bereits nachhaltig sei, so Schade. Schließlich würden Emissionen, die ein Neubau verursacht, erheblich reduziert. Aber auch bei der Instandhaltung müssten verschiedene ökologische Ziele beachtet werden. Schade stellt unterschiedliche regulatorische, bautechnische, baustofftechnische und bauverfahrenstechnische Maßnahmen vor, die dies gewährleisten.
„Wie kann künstliche Intelligenz (KI) in der Automatisierung der Dokumentation von Schäden an Betonbauwerken unterstützen?“ fragt Firdes Celik von der Ruhr-Universität Bochum. Anhand von Bild- und Videobeispielen erläutert er die Möglichkeiten und Herausforderungen dieser Technologie bei der Schadensdetektion an Bauwerken. Ziel des Vortrags ist es, einen klaren Einblick in die Chancen und Grenzen der KI-gestützten Schadensdokumentation zu geben und aufzuzeigen, wie diese Technologie die Qualität und Effizienz im Bauwesen nachhaltig verbessern kann.
Zum Abschluss des Symposiums berichtet Steffi Jones, Fußball-Weltmeisterin 2003 und dreifache Europameisterin, in ihrem Vortrag mit dem Titel „Werte als Kompass – Die Bedeutung von Haltung und Verantwortung im Leben und in der Karriere“ wie Rückschläge und Erfolge sie geprägt haben und welche Rolle Werte wie Respekt, Ehrlichkeit und Verantwortung auf ihrem Lebensweg gespielt haben. Durch ihre persönliche Geschichte und ihre klare Haltung zu gesellschaftlichen Themen wird dabei deutlich, dass Verantwortung und Integrität der Schlüssel zu einer nachhaltigen und erfolgreichen Zukunft sind.
Neben den Fachvorträgen bietet das Fachsymposium die Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch und zum Networking. Eine begleitende Fachausstellung informiert über Produkte und Dienstleistungen rund um die Betoninstandsetzung. Die Veranstaltung ist durch die Ingenieurkammer-Bau NRW als Fortbildung anerkannt. Wer sich bis zum 1.12. anmeldet, erhält einen Frühbucherrabatt. Weitere Informationen und Anmeldemöglichkeit >>>
