Derzeit zeigen Forschende des Fraunhofer WKI auf der LIGNA 2025 ein neuartiges Vorhang-Fassadenelement, das als nachhaltige Lösung für die Sanierung und Modernisierung von Gebäuden konzipiert ist. Eingesetzt werden nicht nur dauerhafte Ausgangsrohstoffe wie das Holz der Robinie. Darüber hinaus werden weniger dauerhafte Holzarten wie Fichte, Pappel und Kiri durch biobasierte Beschichtungen ertüchtigt.
Das innovative Fassadenelement zeigt neue Wege für den nachhaltigen und modularen Holzbau auf und ist damit das Highlight auf dem Messestand des Fraunhofer WKI. Es kann noch bis zum 30. Mai 2025 in Halle 26, an Stand B78 auf der LIGNA in Hannover begutachtet werden. Die Forschenden haben in der Entwicklung einen Schwerpunkt auf die konsequente Umsetzung zirkulärer Nutzungskonzepte für nachwachsende Rohstoffe wie Robinen- und Kirihölzer sowie Kalamitätsholz gelegt. Dies verbindet Ressourcenschonung und Langlebigkeit miteinander. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben außerdem Materialien wie Holz und Zement kombiniert, um die Funktionalität zu erhöhen und verschiedene Einsatzbereiche abdecken zu können.
Seriell einsetzbare Sensorik
Zudem werden innovative Ansätze zur Integration von Sensorik im Materialbereich präsentiert: Die Sensorik der Zukunft soll seriell einsetzbar Temperatur, Feuchteentwicklung und Materialveränderungen erfassen. Damit wird es möglich, Beanspruchungen im Bauwerk frühzeitig zu erkennen und zu bewerten. Materialermüdung kann rechtzeitig identifiziert und der Austausch von Bauteilen eingeleitet werden. Auch intelligente Konzepte zur Nutzung der gesammelten Informationen, etwa zur bedarfsgerechten Steuerung der Energiegewinnung und -nutzung, werden erforscht.
Im tragenden Bereich setzen die Forschenden auf innovative Holzwerkstoffe wie Laminated Strand Lumber (LSL) und Oriented Strand Lumber (OSL), die eine effektive Be- und Verarbeitung gewährleisten und ein breites Rohstoffspektrum als Ausgangsmaterial ermöglichen. Diese Materialien kombinieren Festigkeit mit ökologischen Vorteilen und tragen zur Reduzierung des CO2-Fußabdrucks bei. Für die Isolation verwenden die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler fortschrittliche Dämmstoffe auf Myzel- und Paludi-Basis sowie recycelte Dämmmaterialien. Diese Materialien zeichnen sich durch hervorragende Dämmeigenschaften aus und tragen zur Energieeffizienz der Gebäude bei. Weitere Informationen >>>
