Kennzeichnungsfreier Injektionsmörtel: Beim neuen „FIS V Zero“ ist es Fischer gelungen auf herkömmlicher Weise eingesetzte Gefahr- und Schadstoffe zu verzichten. (Quelle: Fischer)
Kennzeichnungsfreier Injektionsmörtel: Beim neuen „FIS V Zero“ ist es Fischer gelungen auf herkömmlicher Weise eingesetzte Gefahr- und Schadstoffe zu verzichten. (Quelle: Fischer)

Bauwerkserhaltung

12. January 2022 | Teilen auf:

Injektionsmörtel: Ohne Nebenwirkungen

In vielen Injektionsmörteln sind Gefahrstoffe wie Dibenzoylperoxid oder andere als umweltgefährdend, sensibilisierend oder augenreizend eingestufte Substanzen enthalten. Der „Fis V Zero“ kommt ohne diese Stoffe aus.

Der neue Injektionsmörtel der Unternehmensgruppe Fischer kommt bei Befestigungen in Beton und gängigen Mauerwerksarten zum Einsatz. Als chemisches Befestigungssystem besteht er aus zwei Komponenten, dem Reaktionsharz und dem zugehörigen Härter, die in derselben Kartusche getrennt voneinander gelagert sind. Beim Auspressen vermischen sie sich, sodass bei der Injektion in ein Bohrloch die Härtung in Gang gesetzt wird. Weil der neue, patentierte Mechanismus zur Auslösung der Härtung ohne Dibenzoylperoxid auskommt und der Radikalstart stattdessen metallkatalysiert erfolgt, lässt sich der „Fis V Zero“ sicher, umwelt- und anwenderfreundlich verarbeiten.

Weder eine Gefahrstoffkennzeichnung noch ein Sicherheitsdatenblatt sind notwendig. Und er sei auch für die Anwendung in geschlossenen Räumen geeignet, so der Hersteller, weil er nahezu keine VOC-Emissionen (Volatile Organic Compounds, flüchtige organische Verbindungen) abgebe. Darüber hinaus lässt er sich ohne persönliche Schutzausrüstung handhaben. Die Kartusche und Mörtelreste können im normalen Restmüll entsorgt werden. Das ist besonders bei der Verwendung im Heimwerkerbereich von Vorteil. Mit seiner ETA-zertifizierten (European Technical Assessment) Tragfähigkeit von zum Beispiel 1.800 Kilogramm pro Befestigungspunkt (mit Gewindestange M12 in ungerissenem Beton, Verankerungstiefe 100 mm) ist der Universalmörtel aber auch auf Profianwendungen ausgelegt, also beispielsweise für die Befestigung von Geländern oder nachträglichen Bewehrungsanschlüssen. Im vergangenen Jahr hat der „Fis V Zero“ den Umwelttechnikpreis Baden-Württemberg in der Kategorie „Emissionsminderung, Aufbereitung und Abtrennung“ gewonnen. Weitere Informationen erhalten Sie hier.

zuletzt editiert am 12.01.2022