Hauptmotiv: ein gelbes zweistöckiges Dorfhaus mit rotem Ziegeldach, geschlossenen Fensterläden, kleinem Vorgarten und Zaun; im Hintergrund ein hölzerner Glockenturm, davor ein roter Hydrant und eine ruhige Straße bei blauem Himmel.
Alte-Schule-seit-20-Jahren-trocken_1: Die Alte Schule Biburg: Vor 20 Jahren wäre sie wegen gravierender Feuchteschäden fast abgerissen worden. Heute steht sie immer noch: trocken und in Bestform. (Quelle: Veinal)

Mauerwerksinstandsetzung 2026-06-17T12:07:29.034Z Injektion mit Langzeitwirkung

Die Alte Schule Biburg war vor über zwei Jahrzehnten aufgrund massiver Feuchtigkeitsschäden dem Abriss geweiht. Doch die Marktgemeinde Diedorf (Landkreis Augsburg) entschied sich für eine minimalinvasive Mauerwerksanierung – mit Erfolg: Der markante Ziegelbau fungiert heute als Begegnungsstätte und sieht immer noch aus wie neu.

Hausfassade eines Wohngebäudes mit hell verputzter Wand, dunklen Fensterläden.
Die Marktgemeinde entschied sich damals für eine minimalinvasive Mauerwerksanierung. Dazu wurde an den Wandaußen- und Innenseiten eine Silikonharzlösung über Bohrlöcher injiziert. (Quelle: Veinal)

Ambitionierte Umnutzungspläne für wertvolle historische Gebäude scheitern oft an der harten Realität maroder Bausubstanz und der Frage nach der technischen oder wirtschaftlichen Machbarkeit. Dennoch entschied man sich in Diedorf für den Erhalt des Gebäudes. „Massive Feuchtigkeit und Salzschäden hatten dem mit damals üblichen Vollziegeln im sogenannten Reichsformat errichteten Mauerwerk so stark zugesetzt, dass ein Rückbau diskutiert wurde“, erinnert sich Anton Schuster, Geschäftsführer des Sanierungsspezialisten Veinal. 

Wie vielen Gebäuden aus dieser Zeit fehlte der vor 1920 errichteten Schule eine funktionierende Horizontalsperre – und damit jeglicher Schutz vor kapillar aufsteigender Feuchtigkeit aus dem Erdreich. Diese führte zu großflächigen Putzabplatzungen und Gefügestörungen im 40 bis 60 Zentimeter (Außenwände) und 18 bis 24 Zentimeter (Innenwände) starken Mauerwerk. Um die Kapillarwege dauerhaft zu unterbrechen, wurde das WTA-zertifizierte System von Veinal eingesetzt. 

Seit über 20 Jahren funktionierende Horizontalsperre 

Innenaufnahme eines Altbauraums mit freigelegter Backsteinwand, an der entlang am Fußpunkt eine Reihe von Injektionsdüsen für die Herstellung einer Horizontalsperre zur Trockenlegung des Mauerwerks angebracht ist. Deutliche Renovierungsarbeiten, sichtbare Fensteröffnungen und vorbereiteter Boden.
Der Wirkstoff verteilt sich im Mauerquerschnitt und härtet als Reaktion mit der Feuchtigkeit zu einer unverrottbaren Horizontalsperre aus. (Quelle: Veinal)

Das Herzstück der Sanierung bildete die wasserfreie und extrem kriechfähige Silikonharzlösung „Veinal VSS 1-90“. Über Bohrlöcher im drucklosen Injektionsverfahren eingebracht, verteilt sich der Wirkstoff optimal im Mauerquerschnitt und härtet als Reaktion mit der Feuchtigkeit zu einer unverrottbaren Sperre aus. Der aktuelle Zustand des Gebäudes belegt die Langzeitwirkung dieser Methode: Die nachträglich minimalinvasiv installierte Horizontalsperre ist seit über zwei Jahrzehnten voll funktionsfähig. 

In Teilbereichen wurden zusätzliche Abdichtungsbeschichtungen ausgeführt. Im Außen- und Innenbereich wurde ein Sanierputz teilweise mehrlagig als Oberputz aufgebracht, um die starke Salzbelastung in den Griff zu bekommen und ein dauerhaft trockenes Mauerwerk zu gewährleisten. Die Sanierputze von Veinal lagern Salze ein und ermöglichen gleichzeitig die notwendige Diffusionsfähigkeit des Mauerwerks. 

Herstellergarantie wurde nie in Anspruch genommen 

Hauptmotiv: Ein Handwerker kniet in einem Innenraum und trägt eine Harzabdichtung auf.
In Teilbereichen wurden zusätzliche Abdichtungsbeschichtungen ausgeführt, wie hier eine polymere Harzabdichtung. (Quelle: Veinal)

Die Alte Schule Biburg, die heute den örtlichen Kindergarten und Vereine beherbergt, ist ein Vorzeigeprojekt für den Denkmalschutz. Die Sanierung beweist, dass auch schwerwiegende Feuchteschäden mit abgestimmten Systemkomponenten technisch sicher und dauerhaft behoben werden können. Dass die 20-jährige Herstellergarantie nie in Anspruch genommen werden musste, belegt die Zuverlässigkeit und Qualität des eingesetzten Systems. Die Wirksamkeit wird zudem von unabhängigen Instituten sowie durch die strengen Richtlinien der WTA (Wissenschaftlich-Technische Arbeitsgemeinschaft für Bauwerkserhaltung und Denkmalpflege e.V.) bestätigt. Weitere Informationen >>>

zuletzt editiert am 17. Juni 2026
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