Bei der Sanierung eines Wohn- und Geschäftshauses in Kitzingen war der selbstnivellierende Calciumsulfat-Fließestrich "FE Sprint" von Knauf nach sieben Tagen belegreif.
Bei der Komplettsanierung eines Nachkriegsbaus aus den 1950er-Jahren in der Fußgängerzone von Kitzingen war ein schneller Baufortschritt erforderlich. Die drei Wohnungen im 1. und 2. Obergeschoss sowie im Dachgeschoss standen lange Zeit leer. Der Fußboden in allen Wohnungen, insgesamt 280 m² Fläche, musste neu aufgebaut werden.
Das ausführende Unternehmen Rüttger GmbH nutzte den Calciumsulfat-Fließestrichen, da dieser schnell einzubauen ist, große fugenfreie Flächen herzustellen sind und er Schwind- und Spannungsarmut trocknet.
Auf gute Trocknungsbedingungen achten
Die Trocknungszeit des Fließestrichs beträgt bei 35 mm Estrichdicke rund sieben Tage in Abhängigkeit von den Trocknungsbedingungen (20°C und 65 % rel. Luftfeuchte). Bei größeren Nenndicken verlängert sich die Austrocknung. Die Trocknungsdauer ist neben der Estrichdicke hauptsächlich abhängig von Temperatur, Luftfeuchte und Luftgeschwindigkeit. Für die schnelle Trocknung ist ständiges Lüften erforderlich. Zugluft an der Estrich-Oberfläche ist dabei jedoch ebenso zu vermeiden wie starke Sonneneinstrahlung.

Obwohl es sich um eine Sanierung handelte, waren die vorgefundenen Betonrohböden in den drei Wohnungen bereits sehr eben, so dass auf besondere Ausgleichsmaßnahmen verzichtet werden konnte. Nach dem lückenlosen Verlegen der Randstreifen erfolgte als Ausgleichsdämmung zunächst eine Lage aus Polystyrol-Dämmplatten. Als Trittschalldämmung diente eine zweite Lage aus der aus Steinwolle-Trittschall-Dämmplatte "Heralan TP" von Knauf Insulation. Trotz der geringen Aufbauhöhe konnte damit der geforderte Trittschall nachgewiesen werden. Abgedeckt wurde die Dämmung mit einer Schrenzlage.
Die fachgerechte Untergrundvorbereitung ist generell der wesentliche Faktor für den Erfolg. Das eigentliche Einbringen des Estrichs geht auf Grund der hohen Flächenleistungen bei Fließestrichen sehr schnell von statten.
Insgesamt 13 Tonnen FE Sprint wurden in die drei Wohnungen gepumpt. Anschließend musste der Estrich nur noch mit einer Schwabbelstange durchgeschlagen werden. So entstand eine sehr ebene Fläche, die nach der Austrocknung fertig für den PVC-Designbelag war.
Bautafel